Anzeige

AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Systemgastronomie

Trendforscher: Peter Wippermann Foto: Archiv

Studie

Essen wird immer flexibler

23. September 2011
von  

DÜSSELDORF. Schneller, mobiler, freier: Die Deutschen essen immer flexibler. Die Trends der digitalisierten Gesellschaft spiegeln sich demnach zunehmend in den Essgewohnheiten der Bundesbürger wider, so das Fazit eines Networking-Events der Fastfoodmarke Kentucky Fried Chicken (KFC) im Hamburger East Hotel. Weil Job und Privates enger zusammenwachsen, werde immer öfter außerhalb des Büros gearbeitet und gegessen, wenn es gerade in den Zeitplan passt.

Mehr Snacks und Fastfood

"Die Generation 2.0 lebt viel selbstbestimmter als die Generationen davor. Das wirkt sich stark auf die modernen Ernährungsgewohnheiten aus: Es wird viel weniger gekocht, dafür verstärkt zu Snacks oder gegriffen", so die Einschätzung des Trendforschers Peter Wippermann, der als Keynote-Speaker auf der Bühne war. "Gleichzeitig", so Wippermann, "hat die Bedeutung von gesunder, hochwertiger Ernährung zugenommen." Gütekriterien für gesunde Kost seien vor allem Regionalität, Frische sowie Nachhaltigkeit. Die sogenannte leichte Küche – also etwa Geflügelfleisch, Fisch, Salate oder Gemüse – habe heute eindeutig die besten Karten bei Gästen und Verbrauchern.

Schnelles Essen boomt vor allem bei den Berufstätigen und den unter 30-Jährigen. „Bei diesen beiden Gruppen nimmt die sogenannte Entstrukturierung des Tagesablaufs besonders stark zu. Bereits jeder Zweite der 20- bis 29-Jährigen kennt keine festen Alltagsabläufe mehr”, so der Hamburger Professor, der sich auf aktuelle Studien beruft. Ähnliches gilt für die High Potentials, karriereorientierte Erwerbstätige mit Arbeitszeiten von mehr als 50 Wochenstunden. Nur noch jeder Fünfte von ihnen speise zu festgelegten Tageszeiten. "43 Prozent dagegen essen, wenn sich ihnen ein freies Zeitfenster öffnet, und 31 Prozent, wenn sie der Hunger dazu zwingt. Da kommen Snacks oder Fastfood gerade recht", so Trendforscher Wippermann weiter.

Qualität und Gesundheit im Fokus

Allerdings werde nicht wahllos zugegriffen, was auch klassischen Gastronomiebetrieben gute Chancen eröffnet. Qualität hat Vorfahrt beim Essen. Es müsse zwar schnell, dürfe aber nicht auf Kosten von Gesundheit und Nachhaltigkeit gehen, so Wippermann. Für 69 Prozent spiele eine gesunde Ernährung eine große Rolle, 56 Prozent begriffen das als einen Ausdruck von Lebensqualität. Regionalität und Frische der Produkte sind dabei die Hauptkriterien. „Der Verbraucher will wissen, was er verzehrt und wo es herkommt."

www.kfc.de

Themenalarm Kommentieren Drucken
Auch interessant

Mehr Effizienz im Restaurant

Leaders Day: Unternehmensberater Florian August rät Hoteliers, sich Ideen bei der Systemgastronomie abzuschauen. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Gastronomie: Mehr Effizienz im Restaurant (04.09.2010)
Gastronomie: Burger King vor Verkauf? (01.09.2010)
Personalia: Führungswechsel bei Subway Deutschland (23.05.2012)
Systemgastronomie: McDonald's ist viert-wertvollste Marke der Welt (23.05.2012)
Systemgastronomie: L’Osteria-Filialleiter haben viele Freiheiten (18.05.2012)
Kaffeebars expandieren weiter (11.05.2012)

Weitere Artikel zu den Themen:

, , , ,

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel