Samstag in der AHGZ: Alkoholsucht
Fataler Griff zur Flasche
von Heike Kinkopf
STUTTGART. „Wenn der Wirt sein bester Kunde ist, ist das schlecht.“ Dieser Satz, meist spöttisch dahingesagt, umschreibt ein Problem: Alkoholismus. Wein, Bier und Schnaps sind im Gastgewerbe stets griffbereit. Mit Stammgästen etwas zu trinken, gehört für Hoteliers und Gastronomen zur Gästebindung. Auch für Mitarbeiter ist der Umgang mit Alkohol Bestandteil der Tätigkeit. Das muss nicht, kann aber negative Folgen haben. Was tun, wenn jemand zu viel trinkt?
Für Chefs ist es „ein Gebot der Fürsorge, Beschäftigte mit Auffälligkeiten am Arbeitsplatz anzusprechen“, mahnt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) mit Sitz in Hamm. Einrichtungen und Vereine wie die regional organisierten Anonymen Alkoholiker oder örtliche Suchtberatungsstellen helfen Betroffenen weiter.
Langer Weg aus der Sucht
Wer Hilfe in Anspruch nimmt, hat meist einen langen Weg hinter sich. „Alkohol gehörte dazu, schon in der Lehrzeit“, erzählt Hubert (alle Namen der Betroffenen von der Redaktion geändert). Der Koch aus dem Raum Stuttgart ist 61 Jahre alt und inzwischen trocken. Ruhig, sachlich erzählt er, wie er schon als Azubi gewohnheitsmäßig zum Alkohol griff, wie er später im Job Probleme bekam, und wie er es schaffte, aufzuhören ... mehr zum Thema lesen Sie am Samstag in der AHGZ.

