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Über den Dächern Berlins: Rik Verweyen (links) und Franco May haben mit ihrer Solar-Bar in Kreuzberg ein älteres Hochhaus erfolgreich wiederbelebt Foto: Carla Marconi

Konzepte: Solar Sky Lounge & Restaurant in Berlin

Feiern mit Blick auf die Hauptstadt

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/6 vom 4. Februar 2012
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BERLIN. Der erste Eindruck täuscht. Unscheinbar im Hinterhof in der Nähe des Anhalter Bahnhofs gelegen, sieht das hohe Gebäude nicht gerade wie eine In-LocationMeist außergewöhnlicher Ort für Feste, Filmaufnahmen sowie sonstige Veranstaltungen bzw.
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Berlins aus. Doch sobald sich der gläserne Fahrstuhl in Bewegung setzt, ändert sich das. Der kommt im 16. oder 17. Stockwerk an, lässt den Blick über die Hauptstadt schweifen und ist von der aus dem Solar Sky-Lounge & entzückt.

Die Aussicht war jedoch nicht der einzige Faktor, der zur Nominierung der Berliner Solar Bar für den Deutschen Gastronomiepreis geführt hat. Sicherlich hatte auch die außergewöhnliche Mischung aus Bar, Restaurant und Eventlocation dazu beigetragen. Das Ganze gepaart mit einer Prise Lockerheit sowie einer ideenreiche Gestaltung lockt täglich 300 bis 900 Gäste an. Etwa zwei Drittel davon zählen zum Stammpublikum. Auch der Besuch von Prominenz ist keine Seltenheit – von Tom Hanks über Jennifer Lopez bis hin zum früheren Bundespräsidenten Horst Köhler wurden zahlreiche VIPs gesichtet. „Das interessiert hier jedoch keinen. Zu uns kommt man nicht zum Promigucken, sondern um eine schöne Aussicht bei einem gemütlichen Dinner oder Drink zu genießen“, sagt , einer der beiden Geschäftsführer der Solar Bar. Zusammen mit Gastronom hat der studierte Medienmanager die Location 2005 eröffnet.

Nach und nach entwickelt

Zu der erfolgreichen Zusammenarbeit kam es eher zufällig. Damals habe das 1968 erbaute Hochhaus leer gestanden, der gläserne Außenaufzug sei nicht mehr in Benutzung gewesen. Auch die Räume in den obersten Stockwerken hatten ihre besten Tage schon hinter sich, beherbergten von einem exotischen Restaurant über einen Szeneclub bis hin zum traditionellen Café die unterschiedlichsten Einrichtungen, bevor sie brach lagen und 2005 wieder zum Leben erweckt wurden. Verweyen und May veranstalteten Partys mit Freunden und deren Freunden, darunter einige bekannte Gesichter wie Sänger Campino von den Toten Hosen. „Es gab anfangs nur Pizza aus dem Karton, und Champagner (Leseprobe und weitere Informationen zum Buch "Champagner"), aber alle waren von der Bar begeistert und erzählten das weiter“, erinnert sich Verweyen. Viel Mundpropaganda habe schließlich zur großen Popularität der Location geführt. Das Konzept wurde nach und nach weiterentwickelt. „Wir haben eröffnet und einfach mal abgewartet, was passiert. Vor allem haben wir Ideen gesammelt, gehört, was dem ein oder anderen wichtig ist und einiges auch umgesetzt.“

Heute werden die in einem weitläufigen Foyer im Erdgeschoss empfangen, wo sich neben der Garderobe auch eine kleine Bar für besondere Anlässe befindet. Dann begibt man sich mit dem gläsernen Aufzug in den 16. Stock. Hier ist das Restaurant der Solar Bar, das für rund 100 Gäste Platz bietet. Das Essen, das anfangs nebensächlich war, ist immer weiter in den Vordergrund gerückt. „Es gab von den Vorgängerrestaurants die große Küche, warum sollten wir diese nicht nutzen?“, sagt Verweyen. Mittlerweile stehen Klassiker wie Schnitzel auf der Speisekarte, aber auch Rinderfilet und Hummer. Das Menü wird alle drei Monate gewechselt. Eine EtageDie einzelnen Stockwerke eines Beherbergungsbetriebs.
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höher befindet sich die eigentliche Bar mit gemütlichen runden Sofas, kleinen Sitzecken und Schaukeln, die einen beim Blick über die Stadt sanft wiegen.

Im ständigen Wandel

Ein DJ unterhält sowohl die Restaurant- als auch die Bargäste. Moderne Werke von in der Stadt lebenden Künstlern sind in allen Räumen zu finden und sind Hingucker, wenn einem die Aussicht eintönig wird. Überhaupt ist der Kampf gegen Langeweile ein wichtiges Konzeptmerkmal in der Solar Sky Lounge. Mobiliar und Kunst werden alle paar Jahre komplett ausgetauscht, sodass sich gerade die Stammgäste auf immer neue Erlebnisse freuen können.

Das scheint beim Berliner Publikum anzukommen, und zwar bei Jung und Alt. „Eine bestimmte ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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haben wir nicht“, sagt Verweyen. „Uns besuchen außer gesetzteren Personen, die gut essen wollen, auch junge Leute, die sich in der Bar auf ihren Clubbesuch einstimmen.“ Carla Marconi




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