Konzepte: Backhaus Sallenbusch in Weingarten
Flammbrot befeuert das Geschäft
WEINGARTEN. Der Duft von frisch gebackenem Teig steigt dem Gast schon bei Betreten des Hauses in die Nase. Die selbst gebackenen Kuchen und Flammbrote aus dem Steinbackofen sind die Spezialität des Backhaus Sallenbusch. Sie locken große und kleine Gäste in das Holzhaus in der landwirtschaftlichen Siedlung im Kreis Karlsruhe. Im Sommer gibt es Eis aus eigener Herstellung und Grillevents im Biergarten, im Winter Live-Musik-Abende und – bei knisterndem Lagerfeuer – Glühwein an der Außenbar. Im August feiert das Backhaus 10-jähriges Bestehen.
Die Idee, auf dem Grundstück des Vaters ein Restaurant zu errichten, ist „im Grunde genommen aus einer Spinnerei entstanden“, sagt Diana Küntzle, deren Elternhaus in Sichtweite des Backhauses steht und die selbst direkt nebenan wohnt. Schon lange hatte sie mit dem Gedanken gespielt, den Spaziergängern Brötchen und Kuchen anzubieten. Aus der Spinnerei hat sich ein gastronomisches Konzept entwickelt. Von Mittwoch bis Sonntag öffnet das Backhaus und bietet vom Griebenschmalzbrot für 3 Euro über Wilde Kartoffeln mit Knoblauch-Dip für 3,30 Euro bis zum Rindersteak Backhaus für 17,40 Euro eine breite Palette. Küntzle legt Wert auf frische Speisenzubereitung und regionale Lebensmittel. Die Saucen werden im Backhaus noch aus Knochen selbst gekocht, eingekauft wird täglich. „Salat, Obst und Gemüse holen wir vom Gemüsehändler aus Durlach Aue. Unser Fleisch beziehen wir ausschließlich von unserem Metzger aus Weingarten. Das Bier kommt vom Hoepfner aus Karlsruhe.“
Das Restaurant erfreut sich einer bunt gemischten Fangemeinde. „Vom kleinen Knirps bis zu Senioren auf Wanderschaft ist wirklich alles vertreten“, sagt die ausgebildete Restaurantfachfrau. Am Wochenende gesellen sich Ausflügler zu den übrigen Gästen: Fahrradfahrer, Motorradfahrer, Spaziergänger. Über eine schlechte Auslastung oder einen geringen BekanntheitsgradProzentualer Anteil potenzieller Kunden oder Gäste, die eine Leistung, eine Marke oder ein Unternehmen kennen.
weiter mit Mausklick... kann sich Küntzle nicht beschweren, trotz der abgeschiedenen Lage. Wer das Holzhaus nicht kennt, dem würde nie einfallen, auf der Landstraße von Weingarten nach Jöhlingen auf den Feldweg in Richtung Pferdekoppeln abzubiegen. Das Backhaus hat sich zum Geheimtipp entwickelt. „Die Lage ist zwar versteckt, aber schön mittendrin zwischen Bruchsal, Karlsruhe und Bretten. Das ist ein Vorteil. Selbst aus Pforzheim haben wir Gäste“, sagt Küntzle. Sie schätzt den Stammgästeanteil auf 60 bis 70 Prozent.
Die Werbetrommel musste die Gastgeberin nie für ihr Haus rühren. Der Erfolg ist auf Mundpropaganda zurückzuführen. Und auf harte Arbeit. Küntzles Arbeitswoche dauert von Montag bis Sonntag, nicht selten ist sie 16 Stunden im Einsatz. Und das, obwohl sie mittlerweile Leute im Team hat, denen sie guten Gewissens Verantwortung übertragen kann, wie sie sagt. Küchenchef Daniel Polenz war von Anfang an dabei, er managt die Küche selbstständig und erstellt den Dienstplan. Das entlastet die Chefin. Trotzdem: Selbst die Ruhetage nutzt Küntzle für Büroarbeiten und die Pflege des Online-Blogs. Auf diesem berichtet sie den Gästen in locker-lustigem Stil von Renovierungsarbeiten und vergangenen Events, stellt Menüs vor und kündigt Veranstaltungen und Aktionen des Backhaus-Teams an.



