Fachkräftemangel
Gastgewerbe bietet Chancen für Einsteiger
STUTTGART. Viele Betriebe können Ausbildungsplätze oder frei gewordene Stellen nur schwer besetzen. Mit welchen Argumenten kann man gute Leute für die Branche begeistern? Die AHGZ hat sich umgehört und bei gestandenen Hoteliers und Gastronomen nachgehakt: „Wenn jemand Sie fragt: Warum sollte ich eine Karriere gerade in Gastonomie oder Hotellerie starten: Was antworten Sie?" Hier die Antworten ...
Martin Kucher, Kuchers Landhotel, Darscheid: „Weil es eines der schönsten Gewerbe ist die es gibt! Interessant, lehrreich, aktuell, vielseitig, zielorientiert, karrieresicher, weltoffen, kontaktfreudig und man wird nie arbeitslos und verhungert nicht. Da ich selber Koch von Beruf bin sage ich: Koch ist der schönste und geilste Beruf der Welt!"
Für die Hotelgruppe Steigenberger mit Sitz in Frankfurt/Main sagt Andreas Elvers, Direktor Human Resources: „Serviceorientierte, lernwillige Mitarbeiter können sich bei anspruchsvollen Arbeitgebern, gerade in der Markenhotellerie, generell überdurchschnittlich schnell entwickeln, selbständig arbeiten und (Führungs-)Verantwortung übernehmen. Das haben wir anderen Branchen voraus.
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Hinzu kommen ein abwechslungsreiches internationales Umfeld, die Entwicklung interkultureller Kompetenz, das Arbeiten in verschiedenen Ländern und eine schnelle Laufbahn vom Azubi zum General Manager oder die Spezialisierung in einem Bereich. Last but not least: Wer den Team-Spirit und den Spaß bei der Arbeit bei uns erlebt hat, wird ihn überall anders vermissen."
Die HR-Direktorin von Accor Deutschland, Claudia Siegel, bekräftigt: „Weil es Spaß macht und tolle Karrieremöglichkeiten in der ganzen Welt eröffnet! Wer in Deutschland eine Ausbildung oder Joberfahrung in der Branche nachweisen kann, besitzt weltweit einen exzellenten Ruf. So bietet Accor zum Beispiel die Möglichkeit, Ausbildung und Studium zu kombinieren. Wir haben bei Accor tolle Karrieren auf jeder Stufe begleitet: Sei es die Hoteldirektorin Anfang 30 in Thailand, die in Deutschland als Auszubildende anfing, oder die deutsche Restaurantfachfrau, die sich in einem unserer Hotels in Bora-Bora ihren Traum vom Job im Ausland erfüllt. Und das sind nur ein paar Beispiele. Grund genug, in der Hotellerie-Branche einzusteigen."
Marco Nussbaum, Co-Founder und CEO des Privathotels Prizeotel, meint: „Eine Karriere in der Gastronomie oder Hotellerie lohnt sich, weil es unendlich viele Möglichkeiten und Berufschancen in diesen zwei Bereichen gibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen sind beide weitestgehend konjunkturresistent und nie langweilig. Ist man flexibel genug, kann man in den verschiedenen Berufen auch überall weltweit arbeiten - vor allem da, wo andere Urlaub machen. In wenigen anderen Berufen kommt man mit so vielen unterschiedlichen Menschen und Kulturen in Kontakt und hat darüber die Möglichkeit, die schönsten Plätze dieser Welt kennenzulernen."
Auch Christian Windfuhr, Chef der Grand City Hotels, ist um Argumente nicht verlegen. Er sagt: „Ich erzähle ihnen ,meine Geschichte', die nie langweilig war, die mir ein erfülltes Leben und eine erfüllte Karriere an vielen Orten des Globus beschert hat, die aufregend und anregend war und von vielen interessanten Erlebnissen und Höhepunkten begleitet wurde und die ich genauso noch einmal angehen würde, wenn ich die Wahl hätte."
Nicole Kobjoll, Mitglied der Geschäftsleitung des Hotels Schindlerhof, Nürnberg: „Es ist der schönste Beruf der Welt! Wir können anderen Freude schenken, unvergessliche Momente schaffen und bekommen jeden Tag von unseren Gästen sehr viel zurück. Es ist kein Beruf, in dem man Dienst nach Vorschrift machen kann - dafür sind die Arbeitszeiten zu stressig -, aber wenn man wirklich Herzblut für den Beruf hat, dann bietet der Beruf auch wunderbare Aufstiegsmöglichkeiten und last, but not least auch die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen, um irgendwann einmal die eigene Vision von perfekter Hotellerie und Gastronomie umzusetzen."





