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Bauprojekt verloren: Getrud Schmack darf den Barberini Palast nicht als Hotel wieder aufbauen

Hotel

Neueröffnung

Gertrud Schmack: Kein Zuschlag für Luxushotel

5. September 2012
von  

POTSDAM. Der Palast Barberini am Alten Markt Potsdam wird nicht als Hotel wieder aufgebaut. Das endgültige Aus kam am 22. August von den Stadtverordneten. Gertrud Schmack, Betreiberin des Relais & Châteaux-Hotels Bayrisches Haus in Potsdam, wollte hier bis 2015 ein mit rund 90 Zimmern und Suiten, zwei Festsälen, Konferenzräumen und kleinem Wellnessbereich errichten (AHGZ vom 20. Juli).

Die Unternehmerin hatte Anfang des Jahres das Bieterverfahren um den Wiederaufbau gewonnen. Ein Bestandteil des Grundstückkaufvertrags war, bis zum 31. Juli einen Betreiber nachweisen zu können. Den fand sie nach langen Verhandlungen auch in der Gruppe, jedoch erst nach der vereinbarten Frist. Schmack bedauerte das, nannte als Gründe für die verspätete Entscheidung Unwägbarkeiten und Personalwechsel bei Entscheidungsträgern.

Doch die städtische Unternehmensholding Pro Potsdam entschied umgehend, wegen Nichteinhaltung der Fristen dem Zweitplatzierten im Bieterverfahren, dem Berliner Unternehmer Abris Leibach den Zuschlag zu geben. Der will im Palast Barberini Wohnungen, Geschäftsräume und ein Restaurant bauen.

Dennoch hoffte Gertrud Schmack auf eine zweite Chance. Seit Bekanntwerden der Entscheidung von Pro Potsdam kämpfte sie vehement für ihr Projekt und hatte dabei auch wichtige Unterstützer. Wie beispielsweise Dieter Hütte, Chef der TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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, der sich, genau wie der DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
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für das Hotel in Potsdams historischer Mitte stark machte. Er machte geltend, dass deren Attraktivität auch daran gemessen werde, wie belebt der Platz sei. Da würde das Hotel sehr hilfreich sein. Auch die CDU in der Stadtverordnetenversammlung, die lange zuvor eine Fristverlängerung gefordert hatte, damit die Unternehmerin einen Betreiber finden könne, stellte sich auf ihre Seite, genau wie die SPD.  Letztlich aber schwenkten beide Parteien um und stimmten im Stadtparlament am 22. August gegen das Hotelprojekt bzw. enthielten sich der Stimme.

Gertrud Schmack wirft Pro Potsdam vor, ihre Pläne mit fragwürdigen Statements und voreiligen Presseveröffentlichungen beschädigt zu haben. Außerdem seien gezielt Halbwahrheiten gestreut worden. Die Vermutung, dass es von vornherein Ungereimtheiten bei Pro Potsdam gegeben habe, hatte auch die SPD vor Wochen formuliert und gefragt, warum der Sanierungsträger als Verkäufer nach der notariellen Beglaubigung des Kaufvertrags mit der Unternehmerin im Februar 2012 bis Mitte Mai brauchte, um eine Auflassungsvormerkung beim Grundbuchamt zu beantragen, was normalerweise schnell geschieht. Ohne die Vormerkung aber habe Schmack potenziellen Hotelbetreibern nicht nachweisen können, dass ihr das Grundstück bald gehören werde.

Die Unternehmerin ist nicht nur maßlos enttäuscht, sondern auch überzeugt davon, dass die jetzige Entscheidung „nicht nur mir geschadet hat, sondern auch der Stadt schaden wird.“

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