Neustart
Grandhotel Römerbad positioniert sich neu
BADENWEILER. Das Amtsgericht Freiburg hatte zum 1. März das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Römerbad Badenweiler Betriebs GmbH eröffnet (ahgz.de berichtete). Jetzt hat es die Insolvenz für beendet erklärt.
Die rasche rechtliche Erledigung wurde durch die "Eigenverwaltung" möglich, in der die neue Geschäftsführung weiterhin alle Entscheidungen treffen konnte. Zusätzlich war der erfahrene Sanierer Peter Jürges in die Geschäftsführung berufen worden. Er kümmerte sich ausschließlich um den insolvenzrechtlichen Teil und führte die Gesellschaft mittels eines Insolvenzplans aus der Krisensituation heraus.
Gesellschafter gaben frisches Geld
Der Freiburger Rechtsanwalt Uwe Rottler hat die beiden Geschäftsführer Saal und Jürges in der neunmonatigen Phase als Sachwalter begleitet. Weitreichende Kapitalzusagen aus dem Gesellschafterkreis ermöglichten einen kontinuierlichen Hotelbetrieb.
Das Unternehmen ist Teil der IBB Hotels. Die Hotel-Immobilie, die einer Tochtergesellschaft der Von Heyden Group gehört, war von der Insolvenz nicht betroffen. Zum besseren Verständnis: Die international im Immobiliengeschäft tätige Von der Heyden Group ist Mehrheitsgesellschafterin der IBB Hotels, die Häuser in Polen, Deutschland und Spanien betreibt.
Jetzt werde die Neupositionierung des historischen Grandhotels unverändert mit voller Kraft fortgesetzt, teilt Geschäftsführer Vladimir Saal mit. Er und sein Team greifen mittlerweile auch wieder stärker die kulturellen Höhepunkte der glanzvollen Vergangenheit auf.
Zuletzt trafen sich im Rahmen der neu ins Leben gerufenen „Römerbaddialoge“ Bundesminister a.D. Norbert Blüm und der Philosoph Rüdiger Safranski im Grandhotel und diskutierten vor Besuchern. Die günstige Lage unweit der Schweizer Grenze im Dreiländereck gibt zusätzlichen Schub für das Motto "Grandhotel Römerbad als Tagungshotel".
Dazu Sandra Kunert, verantwortliche Direktorin für die Geschäftsentwicklung: "Wir waren überzeugt, dass sich Firmenveranstaltungen gut in die historischen Räume des Hauses integrieren lassen und konnten mit unserem Konzept eine hochwertige Nische für Meetings und Events gehobener Ansprüche zwischen Basel und Freiburg besetzten."
