So macht’s das Hotel & Ristorante Don Giovanni, Leipzig
Große Italianità am Rande der Stadt
Leipzig. Palmen, Pinien, Zitronen- und Orangenbäume, ein Wasserfall und Ziegeldächer, blau-weiß eingedeckte Tische, antike Möbel, in Volieren zwitschernde Papageien. Das ist die Welt von Silvia Droese und Michele Natale, Gastgeber im Hotel & Ristorante Don Giovanni, Leipzig. Mit viel Liebe zum Detail hat das Ehepaar in 18 Jahren am Rand der Messestadt ihr gastliches Refugium geschaffen.
Die Hotelfachfrau und gebürtige Leipzigerin und der Italiener aus Apulien hatten sich 1989 in der Schweiz kennengelernt. Bei einem Besuch bei den Eltern in Sachsen erkannte der Bauunternehmer sofort, was Leipzig fehlte: ein italienisches Restaurant. Das war 1990. Beide zogen um und legten noch im selben Herbst mit dem Ristorante Al Capone einen Traumstart hin, der allerdings nach einem Brand jäh endete. Fortan überließen sie nichts dem Zufall. Sie erwarben 1992 ein neues Objekt, planten den etwa zweijährigen Umbau und die Erweiterung bis ins kleinste Detail hinein. Seitdem ist in dem 1877 gebauten, einst ländlichen wirkenden Gebäudeensemble nichts mehr wie vorher. Denn die einstige Schankwirtschaft, in der zu DDR-Zeiten Faltboote gebaut wurden, machten Droese und Natale zu einem original italienischen Lokal. Sie sanierten das marode Haus komplett und eröffneten es 1994 zunächst als Pizzeria – mit 50 Plätzen und echtem Holzkohleofen im Hinterhof. Seitdem gab es keinen Stillstand. „1996 richteten wir im ehemaligen Tanzsaal unseren eleganten Salon Medici mit 60 Plätzen ein“, erinnert sich Silvia Droese. Im Jahr 2000 erweiterten sie den gut gehenden Betrieb durch einen Biergarten. Mit Unterstützung italienischer Spezialisten machten sie daraus einen Wintergarten mit 120 Plätzen. Seit dem plätschert hier der Nachbau der Fontana di Trevi in Rom. Michele Natale, selbst Architekt und Bauunternehmer, leitete den Umbau und entdeckte dabei seine Liebe zum Kochen.
Weiterbildungen machten ihn FITfür Full Independent Tour, , Bezeichnung für Freizeitreisenden, der nicht in einer Gruppe reist.
weiter mit Mausklick... für die Küche, wenig später übernahm er dort das Regiment. Seinen original italienischen Stil schätzen sowohl die Gäste des Ristorantes, als auch jene, die in dem 2005 eröffneten Hotelbereich mit acht komfortabel eingerichteten Zimmern sowie den edel ausgestatteten Suiten logieren. „Fast alle Übernachtungsgäste essen auch bei uns“, freut sich der inzwischen mit Auszeichnungen dekorierte Küchenchef, der sein Wissen gern in Kochkursen weitergibt.
Doch nicht nur in der Küche geben sich die Don-Giovanni-Gastgeber viel Mühe. Wohin man im gesamten Haus sieht: Alles wirkt hochwertig und ist aufeinander abgestimmt. Silvia Droese hat dabei ihre ganze Persönlichkeit eingebracht, vom Mobiliar über die Bett- und Tischwäsche bis zur Kosmetik im Bad.
Die Familie ist stolz darauf, 2012 von Holidaycheck als bestes Hotel in Leipzig bewertet worden zu sein. Die Klientel ist breit gestreut. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. „Wir sind ein stabiler Familienbetrieb und halten alle Fäden selbst in der Hand. Hier können alle alles. Diese Flexibilität ist unser großer Vorteil am hart umkämpften Markt und unsere einzige Chance“, weiß Silvia Droese. Stabilität bedeutet für sie Kontinuität in allen Bereichen – inklusive der Personalführung. Das sieht ihr Mann genauso. Michele Natale: „Wir empfinden für unsere 18 Mitarbeiter soziale Verantwortung, haben klare Regeln und behandeln alle gleich. Auch Azubis bekommen Überstunden in Geld oder Freizeit vergütet.“ Insgesamt vier Azubis lernen im Haus, jeweils Büro- oder Hotelfachfrau. In der Prüfungskommission der IHK zu Leipzig engagiert sich Silvia Droese darüber hinaus für den Berufsnachwuchs der Region.
Besonders freut sich das Paar, dass sich Tochter Marilu für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau entschlossen hat, sich bereits im Haus engagiert und das Marketing übernommen hat. Der jüngere Sohn Giovanni geht noch zur Schule.
Und wie lautet das Fazit der Gastgeber? Bei den insgesamt 22 Jahren in der Leipzig Gastronomie waren natürlich auch magere dabei, vor allem aber gute. Stetes Investieren verbunden mit dem nötigen Ehrgeiz, das zeichnet das Paar aus. Und so stehen bereits neue Pläne zur Erweiterung des Hotels an. Silvia Droese: „Wir sind wie Spitzensportler, es geht uns nicht nur darum, Geld zu verdienen.“ Wer sieht, wie die Familie miteinander, mit ihrem PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
weiter mit Mausklick... und erst recht mit den Gästen umgeht, spürt, wie ernst sie das meint.

