Marktdaten
Gutes Wetter, voller Biergarten
Gastronomen verbuchen in den Monaten Juli und August steigende Umsätze
Stuttgart. Der Start in den Sommer hätte für viele Gastronomen besser sein können. Die Umsätze sanken im Juni inflationsbereinigt um 0,5 Prozent gegenüber dem gleichen Monat im Jahr davor (AHGZ vom 25. August). Die Hoffnung vieler Wirte ruhte deshalb auf den Monaten Juli und August. Die Erwartungen haben sich bei einigen erfüllt. Jubelarien stimmt aber keiner an.
„Der Juni war schlecht“, sagt Angela Inselkammer, Geschäftsführerin des Brauereigasthofs Aying in Aying. Juli und August seien besser gelaufen. Sie rechnet für die beiden Monate unterm Strich mit einem Umsatzplus von 3 Prozent gegenüber den beiden Monaten im Vorjahr. „Ist das Wetter gut, ist auch der Garten voll“, so ihr Fazit. Wichtig sei aber, dass das Gastro-Konzept stimmt. Zumal sie feststellt, dass es die Gastronomie auf dem Land schwerer hat als in der Stadt.
Einen „gewaltigen Einbruch“ im Juni registriert in Berlin Karl Wannemacher, Inhaber des Restaurants Alt Luxemburg. Schuld sei klar die Fußball-Europameisterschaft. „Da könnten wir das Restaurant auch gleich schließen.“ Denn gepflegt Essen gehen steht bei vielen nicht auf der Agenda, wenn der Ball rollt. Auch der Juli lief noch nicht so gut, erst im August, so Wannemacher, sei es besser geworden.
Vor allem das wechselhafte, unberechenbare Wetter hat Wirten mit Außengastronomie zugesetzt. Schien die Sonne, dann nur um im nächsten Augenblick hinter dicken Gewitterwolken zu verschwinden. Eine verlässliche Vorhersage, ob der Biergarten voll wird, war kaum möglich, was es schwierig machte, den PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
weiter mit Mausklick...- und WareneinsatzKennziffer in der Buchführung, welche das Verhältnis zwischen den Lebensmittel- oder Getränkekosten und dem Preis bzw.
weiter mit Mausklick... zu planen.
„Ein Traumsommer war das nicht“, konstatiert in Heilbronn Gastronom Thomas Aurich. Gleichwohl denkt er dabei an das Jahr 2003, als die Dauerhitze die Menschen in die Biergärten trieb. Aber auch die Sommermonate 2012 können sich laut Aurich sehen lassen. Für seinen Freiluftgastrobetrieb Food Court am Neckar rechnet er im Juli mit einem Umsatzplus von etwa 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im August, so Aurich, dürfte ein Wachstum von 15 bis 17 Prozent stehen.
Damit der Betrieb gut läuft, lässt sich Aurich Neues einfallen. „Wir steigen immer tiefer in die Zielgruppen ein“, sagt er. So wird er in diesem Winter den Biergarten Food Court weihnachtlich herrichten. 100 Fichten werden aufgestellt, kündigt Aurich an. Spezielle Angebote für Familien und Firmenfeiern wird es geben und natürlich den üblichen Budenzauber mit Glühwein- und Essensständen. kik
Diese Woche, Seite 7

