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Geht es aufwärts? Die Chancen scheinen nicht schlecht zu stehen Foto: Archiv

Insolvenz

Heiligendamm: Geplante Pleite?

2. Mai 2012

HEILIGENDAMM. Ein Teil von Heiligendamm-Anlegern argwöhnt, dass die InsolvenzZahlungsunfähigkeit eines Unternehmens oder einer Privatperson .
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des Grand Hotels Heiligendamm mit einberechnet war. Ein kompletter Verlust sei nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel  bereits 2009 in den Bereich des Möglichen gerückt worden.

Die Frage steht im Raum, ob der Fonds 34  aus der Fundus-Gruppe von nur durch schlechtes Management oder durch Vorsatz anmelden musste. Im Spiegel spricht InsolvenzverwalterPerson, welche die Abwicklung einer Insolvenz durchführt.
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"von einem gewissen Klärungsbedarf".

Laut Geschäftsbericht von 2009 fehlten dem Fundus-Fonds damals bereits 32,5 Mio. Euro. Sollten die Ableger das Geld nicht zusammenbringen, "bleiben nur noch Verkauf oder eine Insolvenz. In diesem Fall wäre ein Totalverlust zu erwarten."

Unterdessen haben rund zwei Monate nach dem Insolvenzantrag des Grand Hotels Heiligendamm  zehn Bewerber Interesse an einer Übernahme angemeldet. Das habe der Jörg Zumbaum bei einer Mitarbeiterversammlung in Heiligendamm verkündet, so ein Bericht der Ostsee-Zeitung. Details wurden nicht bekannt.

Zumbaum habe außerdem versichert, dass der Betrieb des Hotels weitergeführt wird. Dem Vernehmen nach ist die Stimmung unter den rund 300 Mitarbeitern gut. Das Insolvenzverfahren über das Hotel soll in dieser Woche eröffnet werden.  hz

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Leser-Kommentare zum Artikel (5)

Klaus Holtsiepen, Miami
Klaus Holtsiepen, Miami

27.07.2012 um 15:18

Betreff: Mitarbeiter?

Sehr geehrte Frau Idel,
zu Ihrem Kommentar darf ich anfuegen, dass ich nie ein Mitarbeiter des Grand Hotels Heiligendamm war. Jedoch war ich damals in einem Beratergremium und damit bewandt, Martin Kolbs Vertrag zuzustimmen oder nicht.

Ich habe mich damals als einer der wenigen klar gegen diese Person entschieden, da ich nach Nachforschungen seines Lebenslaufen Ungereimtenheiten entdeckt habe, die sich im nachhinein widerspiegelt haben. Herr Kolb sieht sich etwas anders als die Realitaet. Als Gebrauchtwagenverkaeufer haette er wahrscheinlich ein gluecklicheres Haendchen. Fuer das Hotelgewerbe ist dieser Herr ganz offen gesagt untauglich. Dies beweist wieder die Tatsache, dass er in seiner Position den Arbeitgeber haeufiger wechselt als ein Aushilfskellner. Juengste Beispiele sind Dubai und Doha, wo er nach 6 bzw. 14 Monaten ging.

Ich halte zudem garnichts davon, "an höherer Stelle Iloyalität und Unprofessionalität weiter gedeihen" zu lassen, wie Sie schreiben. Es gibt genug gute und ehrliche Fuehrungskraefte, die auch eine Chance wollen. warum also jene "Show Off und nichts dahinter" -Kandidaten nicht einfach aus dem Raster fallen lassen?

Mit bestem Gruss.

Vanessa Idel, Bad Kissingen
Vanessa Idel, Bad Kissingen

27.07.2012 um 11:35

Betreff: Mitarbeiter?

Der Kommentar von Herrn "Holtsiepen" klingt mir doch sehr nach einem frustrierten Mitarbeiter des GH Heiligendamm..

Wenige unter uns sind es, die in diesen oder ähnlichen Situationen nicht auch schon daran gedacht haben, eklatante und eigentlich schon lange offensichtliche Misswirtschaft einmal öffentlich zu machen. Die Loyalität und Professionalität lässt meistens anders entscheiden und so kann an höherer Stelle Iloyalität und Unprofessionalität weiter gedeihen.

Verständlich ist der Frust allemal. Denn die Mitarbeiter (Abteilungsleiter wie einfache Angestellte und Azubis) sind es, die den Stil eines solchen Hauses durch ihren jederzeit direkten Gastkontakt prägen und doch gerade in der Premium Hotelerie von vermeintlich schillernden Direktoren und narzisstischen Investoren / Eigentümern meist leider als "dummes Laufvolk" behandelt werden, wenn sie denn in deren Wahrnehmung überhaupt real auftauchen. Von Weihnachtsfeiern mit den üblichen überschwänglichen Lobes- und Dankeshymnen versehenen Reden mal abgesehen...


Es sind auch diese Mitarbeiter, die unter Situationen wie der in Heiligendamm am Meisten leiden, da ihre absurd geringen Gehälter nicht dazu geeignet sind, sich ein Polster für Notsituationen zu schaffen.
Wie absurd müssen da die Auftritte der "hohen Herren" wirken.

Den Mitarbeitern des GH Heiligendamm wünsche ich von Herzen starke Nerven und/oder gute Jobangebote.

Vanessa Idel

Klaus Holtsiepen, Miami
Klaus Holtsiepen, Miami

27.07.2012 um 06:23

Betreff: Das Hotel wurde falsch operiert!

Lange Zeit und viel Geld hat man damit verschwendet, das Hotel auf Vordermann zu bringen. Man hat bei der Wahl der Direktoren Fehler gemacht, wie schon der Hotelkritiker Trebing-Lecost sehr richtig in seinem Bericht 2011 bemerkt hat: "Nachdem sich die renommierte Hotelkette Kempinski aus dieser einmaligen Hotelanlage, die sowohl kulturhistorisches Monument als auch Luxusresort der Spitzenklasse ist, zurückgezogen und der eher farblose Direktor Martin Kolb nach zweieinhalbjähriger Tätigkeit ebenfalls das Weite gesucht hat, scheint man sich nun wieder gefangen und auf einem durchaus überdurchschnittlichen Niveau eingependelt zu haben. (...) So mussten sie damit leben, dass Kolb wie eine Gutsherr auftrat und auch schon mal einen Hubschrauber vor der Frühstücksterrasse landen ließ, der den Gästen Grashalme auf die Brötchen blies. Holger König, vormals im Berliner Kempinski Bristol am Kurfürstendamm tätig, besitzt offensichtlich etwas mehr Gespür für die Bedürfnisse der Gäste, wobei es ihm wiederum an Erfahrung zu fehlen scheint. Keine glorreiche Idee und vor allem dem Niveau des Hauses nicht angemessen war die kurzfristige Entscheidung, Eierspeisen à la minute sowie frisch gepresste Säfte in Rechnung zu stellen. Das sorgte insbesondere bei Stammgästen für Verstimmung. Bei unserem Besuch war der Protest eines Gastes nicht zu überhören, als dieser aufgefordert wurde, den Rechnungsbeleg für die von ihm zuvor bestellten Spiegeleier abzuzeichnen. Offensichtlich war der Mitarbeiterin dieser Vorfall äußerst unangenehm, wie an ihrer tiefroten Gesichtsfarbe abzulesen war. Als der Gast sie dann noch aufforderte, der Geschäftsleitung auszurichten, man solle künftig mindestens auf einen Stern verzichten, damit er diese Geschäftspraktik auch zukünftig akzeptiere, schien sie am liebsten in ein Erdloch versinken zu wollen. (...) Bei uns hinterlässt Direktor König den Eindruck, als betrachte er dieses außergewöhnliche Hotel als sein ganz persönliches Experimentierfeld, auf dem er die Erfahrungen, die er bislang sammeln konnte, weiter vertiefen möchte. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man, er sei sowieso lediglich der Adlatus von Jagdfeld. Es ist ein offenes Geheimnis, dass König so gut wie keine eigenen ? zumindest keine weitreichenden ? Konzepte etablieren darf, die nicht zuvor vom Fondschef genehmigt wurden. (...)"

Direktoren, die diktatorisch nach dem Prinzip "nach oben lecken, nach unten treten" handeln, haben immer nur kurzfristig Erfolg - wenn ueberhaupt. Wenn zusaetzlich die Gaeste nicht respektiert werden, sollten sich betreffende Personen einen Job in einer anderen Branche suchen.

Dr. iur. Fridolin von Teichburg, Luederitz
Dr. iur. Fridolin von Teichburg, Luederitz

30.06.2012 um 04:58

Betreff: Insolvenzverschleppung in Heiligendamm

Das die Verantwortlichen der Fundus-Gruppe hier im gewissen Sinne an ihrem Statussymbol hingen und daher eine Insolvenz in gewisser Weise auf die lange Bank geschoben haben, ist ja offensichtlich. Um dies zu wissen, muss man nicht einmal "Insider" der Fundus-Gruppe sein. Dennoch darf ich kurz zu meinem Vor-Kommentator Herrn Kolb sagen, dass es sinnlos ist, an ihn heranzutreten. Wozu denn? Die Hoteldirektoren sind zur operativen Fuehrung angestellt und haben mit der Verwaltung der Liegenschaft nichts zu tun. Zudem hat erstens die DEUTSCHE REGIERUNG damals das Hotel ausgewaehlt fuer den G8-Gipfel. Zweitens sind die kurzfristig angestiegenen Betriebsergebnisse danach als Trittbrett-Effekt anzusehen und nicht als Erfolg eines Direktors. Sich die beiden oben genannten Punkte auf die Fahne zu schreiben waere also ueberzogen. Ausserdem ist es in der Hotelbranche durchaus gaengig, dass der Hoteldirektor nicht freiwillig geht, nicht nur in Heiligendamm. Der GM hat immer das Damoklesschwert ueber sich, da er fuer die operativen Belange gerade steht und die Eigentuemer bei Laune halten muss. Wenn das nicht klappt, geht immer derjenige Angestellte mit dem hoechsten Gehalt, also meist der GM.

Martin Kolb, Dubai
Martin Kolb, Dubai

06.05.2012 um 12:02

Betreff: Heiligendamm

Interessant, dass noch niemand an mich herangetreten ist. Wenn Klärungsbedarf besteht könnte ja auch der Hoteldirektor, der 2007 und 2008 das Hausgeführt hat (Kempinski, G8 und 50% Auslastung auch im Winter mit positivem Cash). Schade was da alles abgegangen ist. Aber wenn man immer dann den GM wechselt wenn der GM zu viel schon herausgefunden hat? Dann gibt es alle 20 Monate einen neuen Hoteldirektor. Ob das zielführend ist? Noch kein Hoteldirektor ist freiwillig gegangen!!

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