Personalmanagement
Hotel entwickelt Konzept gegen Fachkräftemangel
Besonders der demografische Wandel trägt einen Großteil dazu bei, dass andere Erwartungen an die Hotels und Gaststätten als Arbeitsplatz gestellt werden. Es ist deshalb existentiell wichtig, dass sich Arbeitgeber mit den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter befassen. Auch die eigentliche Mitarbeiterführung sollte stets überprüft und verbessert werden. Weiterhin wichtig: Außer der Neugewinnung von Mitarbeitern für die Branche müssen auch berufserfahrene Fachleute an das Unternehmen gebunden werden.
Mitarbeiter aktiv motivieren
Beim Führungskräfte-Coaching im Hotel Kloster Hornbach machte der Experte Bernhard Patter den Teilnehmern deutlich, welche Auswirkungen der demografische Wandel in der Hotellerie hat. „Die Hotelmanager von heute müssen aktiv werden, um die Mitarbeiter zu motivieren“, so Bernhard Patter. Das ist ein großes Unterfangen und extrem zeitaufwendig.
Für das Hotel Kloster Hornbach und das Lösch für Freunde entwickelte er mit der Inhaberfamilie Lösch konkrete Maßnahmen zur Optimierung der Personalpolitik im Unternehmen.





Walter Kirchberger , Holzkirchen
01.10.2012 um 16:49
Betreff: In der Hotellerie gibt es einen Mangel jedoch nicht an Fachkräften
Die Ausbildung in der Küche, habe ich selbst erlebt. Meine Leidenschaft für den Beruf "Koch" war geprägt durch die Vorbildfunktion von Herrn Witzigmann, leider war diese Art von Persönlichkeit nicht in den üblichen Ausbildungsbetrieben anzufinden. Zielorientierung und Ehrgeiz waren meine Strategie gegen die ungenügenden sozialen Bedingungen. Mit dem Resultat, dass ich bei meiner Prüfung einen Preis gewonnen habe. Es war intrinsische Motivation, von mir selbst heraus, diese Antriebskraft setzt jedoch einen hohen Willen, Belastbarkeit und Leidenschaft für einen Beruf voraus.
Höchst vorsorglich möchte ich anmerken, dass ich jegliche Art und Weise von Ausbildung ablehne, die nicht auf humanitären Grundsätzen und einem angebrachten Einfühlungsvermögen basiert. Meine Ausbildung war ja auch im letzten Jahrhundert und wir sind jetzt im 21. Jahrhundert angekommen, es sollte sich doch einiges geändert haben, so die Annahme.
Leider habe ich festgestellt, dass sich die damaligen Ausbildungsgrundsätze nicht geändert haben. Es gibt noch immer den gleichen Mangel, in der Gestalt, es ist das fehlende Einfühlungsvermögen für Berufsanfänger und die Unfähigkeit tatsächlich zu motivieren. Die X-Theorie von Mc Gregor wird praktiziert und als einziger begehbarer Weg dargestellt um Mitarbeiter zu motivieren.
Aktiv motivieren verstehe ich als einen kreativen Prozess, mit dem Mut, neue Wege zu gehen und alte Bärte abzuschneiden. Der Anfang ist natürlich mit Anstrengung verbunden, wie jede Veränderung, vor allem obliegt die Einstellung der Führungskraft einer kontinuierlichen Zession.
Denn Führen ist eine kreative Aufgabe. Sie verfolgt das Ziel, die Kreativität in den Mitarbeitern zu wecken und sollte motivierend sein, dass das vorhandene Potenzial freigesetzt wird. Eine wesentliche Voraussetzung für diesen Veränderungsprozess ist persönliche Souveränität, sie basiert auf Lebenserfahrung.
Die Altergruppe 45+ hat dafür das beste Rüstzeug, so sehen es erfolgreiche Branchen, die Autoindustrie, Banken und Versicherungen, IT-Branche und Telekommunikationsbranche, falls Veränderungen anstehen. Nur in der Hotellerie hat man dazu eine andere Meinung.