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Hat jetzt zwei Hotels: Ernst Mayer, Hotelier aus Lermoos Foto: Hotel

Interview

Hotelier Ernst Mayer: In Oberjoch zweites Standbein gefunden

5. Juli 2012
von  

Zur Fotostrecke: Neues Kinderhotel in Oberjoch eröffnet

Warum haben Sie das Alpenhotel Oberjoch gekauft?

Wir haben bereits seit etwa drei Jahren ein zweites Standbein gesucht, wo wir das Konzept, dass wir im Hotel Alpenrose entwickelt haben, wiederholen können. Wir haben in der Schweiz gesucht und in Norddeutschland. Dann ist aber mein Sohn durch Zufall bei einer Immobilienmesse in Dubai auf das Alpenhotel Oberjoch gestoßen.

Sie haben 10 Mio. Euro in den Kauf und nochmals 11 Mio. in den Umbau investiert. Was begeistert sie an der Immobilie?

Das Haus ist sehr großzügig geschnitten, dazu kommen die schiere Größe, die Zimmer- und Bettenzahl und natürlich die Lage. Wir haben hier wirklich optimale Möglichkeiten, ein zu betreiben. Nicht zuletzt auch, weil die Gemeinde Bad Hindelang mit der Plus-Karte für Familien ein wirklich attraktives Angebot macht.

Was haben Sie baulich verändert?

Neu sind beispielsweise unsere riesige Wasserrutsche, ein Kino- und Theatersaal, die Heizung mit neuer Pellettechnik. Zudem haben wir den Poolbereich mit neuem Außenpool und Bauernhofbad für die Kleinsten ausgestattet. Die Zimmerzahl im Hotel haben wir auf 145 reduziert, 80 davon sind komplett neu.

Sie haben das Haus der Kooperation Kinderhotels angeschlossen. Warum?

Ein solch großes Haus kann man nur mit einer tollen Kooperation füllen. Auch unser Hotel Alpenrose in Lermoos gehört zu den Kinderhotels. Die Kooperation, in der ich auch im VorstandNeben der Hauptversammlung und dem Aufsichtsrat eines der drei Organe einer Aktiengesellschaft.
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bin, ist zwar nicht billig, aber das Ergebnis spricht für sich. Wir haben beispielsweise 15 Mio. Publikationen, die wir jährlich an den Mann bringen. Das können Sie mit anderen Kooperationen gar nicht nicht vergleichen.

Inwiefern richten Sie das Hotel neu aus?

Stärker als vorher sprechen wir Familien mit Kindern an. Ich strebe für das Haus ab Herbst dieses Jahres die kooperationseigene Maximalnote von 5 Smileys an, dann können nur noch Gäste mit Kindern hier Urlaub machen. Darauf haben wir uns bereits vorbereitet. Die Seminarräume sind Räumlichkeiten für Kinder gewichen. Es gibt pädagogisch hochwertige und zuverlässige Betreuungsangebote für fünf verschiedene Altersgruppen – übrigens auch für Babys. Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich haben wir kräftig aufgestockt.

Wie betreiben Sie WerbungTeilbereich des Kommunikationsmixes. Mediawerbung.
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80 Prozent unseres Werbebudgets gehen an die Kinderhotels, davon profitieren wir am meisten. Den Rest kalkulieren wir für hauseigene Werbemaßnahmen

Und wie lautet die Strategie im VertriebBetriebswirtschaftliche Funktion im Sinne von Absatz.
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Wir setzen auf eigenen Vertrieb. Auch, weil wir den Gästen am Telefon, per E-Mail oder auf der Homepage viel besser erklären können, was wir in unserem hochspezialisierten Hotel bieten. Wir haben fast alle Verträge mit Reisebüros gekündigt, auch bei Online-Buchungsplattformen halte ich mich total zurück.

Wer kommt zu Ihnen?

Sehr viele Familien aus Baden-Württemberg, dem Norden Bayerns, Nordrhein-Westfalen. Interessant ist aus meiner Sicht der Schweizer Quellmarkt, hier versprechen wir uns künftig sehr viele Buchungen. 70 Prozent Auslastung mittelfristig bei Zimmerpreisen ab 250 Euro inklusive Verpflegung stellen wir uns vor. Langfristig sind 90 Prozent drin.

Als österreichischer Hotelier haben Sie den Schritt nach Deutschland gewagt. Ihr Eindruck?

Alles super, wirklich. Die Gemeinde, das Landratsamt, alle Beteiligten haben sich wirklich ins Zeug gelegt. Da war ein riesiges Wohlwollen – und ein Tempo, von dem sich die Österreicher durchaus eine Scheibe abschneiden können. Sie müssen wissen: Ich habe im November gekauft, dann geplant und kurz nach Ostern mit dem Bau begonnen. Und jetzt, gut 8 Wochen später, sind wir fertig.

Und das Verhältnis zu den Hoteliers vor Ort?

Gut. Auch, weil die Kollegen wohl wissen, dass wir mit unseren Haus keine gefährliche Konkurrenz
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sind, sondern die Nachfrage im Ort ankurbeln. Und mancher, der vielleicht mit Kindern zu uns kommt, wird später – wenn die Kinder groß sind – in einem der anderen Hotels hier in Oberjoch übernachten.

Die Fragen stellte Christoph Aichele

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