Buchungsportale
HRS erhöht Provisionen
von Alexandra Leibfried
KÖLN/NÜRNBERG. HRS erhöht die ProvisionVergütung für die erfolgreiche Vermittlung einer Reiseleistung eines Reiseveranstalters oder eines Einzelleistungsträgers durch den Reisemittler.
weiter mit Mausklick... für Hoteliers von 13 auf 15 Prozent. Dies teilte das Unternehmen gestern Nachmittag seinen Kunden mit. Die neuen Konditionen gelten ab 1. März.
Besonders brisant in die Zusammenhang ist die Pressemitteilung, die HRS gestern Vormittag veröffentlicht hat: Diese teilte mit, dass HRS-Kunden nun an das Buchungssystem Amadeus angeschlossen sind. UND: Dadurch entstünden keine zusätzlichen KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
weiter mit Mausklick... (ahgz.de vom 17. Januar).
HRS rechtfertigt die Erhöhung gegenüber seinen Kunden so: Man habe sich dem jüngst von der HDV
weiter mit Mausklick... veröffentlichten Marktdurchschnitt von 15 Prozente für Einzelreservierungen angepasst. Laut dieser Untersuchung beträgt die Provision führender Buchungsportale durchschnittlich 14,85 Prozent (AHGZ vom 6. September).
Alexander Aisenbrey ist "gelinde gesagt von den Socken". Sei sei frech und wirklich ein raffinierter Schachzug, die fundierte HDV-Umfrage quasi als Rechtfertigung zu benutzen, sagte der 1. VorstandNeben der Hauptversammlung und dem Aufsichtsrat eines der drei Organe einer Aktiengesellschaft.
weiter mit Mausklick... der Hoteldirektorenvereinigung Deutschland der AHGZ. "Den Zusammenhang so herzustellen - ich bin quasi sprachlos", sagte Aisenbrey. "Die HDV wollte ganz klar mit dieser Umfrage die Schröpfung der Hotellerie durch die Buchungsportale zeigen."
Die Empörung in der Branche ist überall groß. Olaf Feuerstein vom Freizeit In rief schon zu einer HRS-freien Woche auf. Für diese Aktion gibt es schon eine Facebook-Seite. Auf der Facebook-Seite der AHGZ findet eine rege Diskussion statt und etliche Leser nutzen die Kommentarfunktion dieser Zeitung.
IHAAbk. für Hotelverband Deutschland.
weiter mit Mausklick...-Hauptgeschäftsführer Markus Luthe wettert in seinem Blogg: "Der erste Paukenschlag nach der Übernahme von Hotel.de im Oktober letzten Jahres hat nicht lange auf sich warten lassen. Zur Schmerzlinderung wartet HRS mit der Neuerung einer GDS-Anbindung über Amadeus zur neuen 15%-Flatrate auf, die in der Tat für eine Reihe von Stadthotels ohne Corporate-Verträge attraktiv ist, für eine flughafenferne Mehrzahl wohl eher nicht. Die Höhe dieser 15,4%igen Provisionssteigerung ist damit nicht zu begründen. Der wahre Grund dieser Demonstration der Stärke liegt zum einen in der nun noch marktbeherrschenderen Stellung und zum anderen in den Gesetzen der Online-Distribution, die die Hotellerie in den letzten Jahren hat einreißen lassen."
Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion!
ACHTUNG: HRS-Chef Tobias Ragge ist Referent beim Deutschen Hotelkongress 2012 am 30. / 31. Januar im Maritim Hotel Berlin. Ebenfalls auf dem Podium steht Christian Bärwind, Industry Head Travel, Google Germany. Außerdem auf der Agenda: "It's all about rates" - die Fachkonferenz mit Bianca Spalteholz und "Social Media in der Praxis" - Gabriele Schulze spricht mit Traube-Tonbach-Chefin Renate Finkbeiner und Klaus Peter, Hotel Gemma, über Internetmarketing, Buchbarkeit und Erfolg in den sozialen Medien. Sichern Sie sich jetzt Ihre Teilnahme! Anmeldung unter: www.deutscher-hotelkongress.de





Christian Binz, Mannheim
08.02.2012 um 20:20
Betreff: Knebelverträge
Die Gangart von HRS ist einfach frech! Nicht nur die Höhe der Provision macht mich ärgerlich, auch das ich nicht mehr Herr über meine Preisentscheidung sein soll, ist nicht hinzunehmen. Gästeaufklärung ist das mindeste was man tun sollte und die die Zimmer im Direktvertrieb günstiger anbieten und zwar konsequent! Wenn HRS sich meldet und meckert, was sie auch gut können, - kündigen! Vorschlag: Man müsste Städteweise aus HRS austreten. Zumindest die privat geführten Häusern in Städten mit nicht mehr als 40 Hotels könnten das doch zu anfangs hinkriegen.