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HRS: Das Buchungsportal schlägt auf

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HRS erhöht Provisionen

18. Januar 2012
 Alexandra Leibfried

KÖLN/NÜRNBERG. erhöht die ProvisionVergütung für die erfolgreiche Vermittlung einer Reiseleistung eines Reiseveranstalters oder eines Einzelleistungsträgers durch den Reisemittler.
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für Hoteliers von 13 auf 15 Prozent. Dies teilte das Unternehmen gestern Nachmittag seinen Kunden mit. Die neuen Konditionen gelten ab 1. März.

Besonders brisant in die Zusammenhang ist die Pressemitteilung, die HRS gestern Vormittag veröffentlicht hat: Diese teilte mit, dass HRS-Kunden nun an das Buchungssystem Amadeus angeschlossen sind. UND: Dadurch entstünden keine zusätzlichen KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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(ahgz.de vom 17. Januar).

HRS rechtfertigt die Erhöhung gegenüber seinen Kunden so: Man habe sich dem jüngst von der HDV
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veröffentlichten Marktdurchschnitt von 15 Prozente für Einzelreservierungen angepasst. Laut dieser Untersuchung beträgt die Provision führender durchschnittlich 14,85 Prozent (AHGZ vom 6. September).

Alexander Aisenbrey ist "gelinde gesagt von den Socken". Sei sei frech und wirklich ein raffinierter Schachzug, die fundierte HDV-Umfrage quasi als Rechtfertigung zu benutzen, sagte der 1. VorstandNeben der Hauptversammlung und dem Aufsichtsrat eines der drei Organe einer Aktiengesellschaft.
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der Hoteldirektorenvereinigung Deutschland der AHGZ. "Den Zusammenhang so herzustellen - ich bin quasi sprachlos", sagte Aisenbrey. "Die wollte ganz klar mit dieser Umfrage die Schröpfung der Hotellerie durch die Buchungsportale zeigen."

Die Empörung in der Branche ist überall groß. Olaf Feuerstein vom Freizeit In rief schon zu einer HRS-freien Woche auf. Für diese Aktion gibt es schon eine Facebook-Seite. Auf der Facebook-Seite der AHGZ findet eine rege Diskussion statt und etliche Leser nutzen die Kommentarfunktion dieser Zeitung.

IHAAbk. für Hotelverband Deutschland.
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-Hauptgeschäftsführer wettert in seinem Blogg: "Der erste Paukenschlag nach der ÜbernahmeDies kann mit oder gegen den Willen des Managements erfolgen.
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von Hotel.de im Oktober letzten Jahres hat nicht lange auf sich warten lassen. Zur Schmerzlinderung wartet HRS mit der Neuerung einer GDS-Anbindung über Amadeus zur neuen 15%-Flatrate auf, die in der Tat für eine Reihe von Stadthotels ohne Corporate-Verträge attraktiv ist, für eine flughafenferne Mehrzahl wohl eher nicht. Die Höhe dieser 15,4%igen Provisionssteigerung ist damit nicht zu begründen. Der wahre Grund dieser Demonstration der Stärke liegt zum einen in der nun noch marktbeherrschenderen Stellung und zum anderen in den Gesetzen der Online-Distribution, die die Hotellerie in den letzten Jahren hat einreißen lassen."

Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion!

ACHTUNG: HRS-Chef Tobias Ragge ist Referent beim Deutschen Hotelkongress 2012 am 30. / 31. Januar im Maritim Hotel Berlin. Ebenfalls auf dem Podium steht Christian Bärwind, Industry Head Travel, Google Germany. Außerdem auf der Agenda: "It's all about rates" - die Fachkonferenz mit Bianca Spalteholz und "Social Media in der Praxis" - Gabriele Schulze spricht mit Traube-Tonbach-Chefin Renate Finkbeiner und Klaus Peter, Hotel Gemma, über Internetmarketing, Buchbarkeit und Erfolg in den sozialen Medien. Sichern Sie sich jetzt Ihre Teilnahme! Anmeldung unter: www.deutscher-hotelkongress.de


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Leser-Kommentare zum Artikel (3)

Christian Binz, Mannheim
Christian Binz, Mannheim

08.02.2012 um 20:20

Betreff: Knebelverträge

Die Gangart von HRS ist einfach frech! Nicht nur die Höhe der Provision macht mich ärgerlich, auch das ich nicht mehr Herr über meine Preisentscheidung sein soll, ist nicht hinzunehmen. Gästeaufklärung ist das mindeste was man tun sollte und die die Zimmer im Direktvertrieb günstiger anbieten und zwar konsequent! Wenn HRS sich meldet und meckert, was sie auch gut können, - kündigen! Vorschlag: Man müsste Städteweise aus HRS austreten. Zumindest die privat geführten Häusern in Städten mit nicht mehr als 40 Hotels könnten das doch zu anfangs hinkriegen.

Vanessa Idel, Bad Kissingen
Vanessa Idel, Bad Kissingen

19.01.2012 um 13:30

Betreff: Protest

Der Vorschlag der HRS freien Woche ist weder gut noch richtig! Hierdurch wird das Problem, dass die allermeisten Hoteliers die Zeichen der Zeit verschlafen haben und immer noch lieber ihre F&B Zahlen auswendig aufsagen können, anstatt sich wenigstens mal ansatzweise mit eCommerce beschäftigen, nicht gelöst. Hier kann nur helfen, wenn die Branche in der Breite die Alternativen begreift und umsetzt. Mir mutet es einfach sehr billig und polemisch an, was nun, was z.B. Herr Hennig (selbst gar kein Hotelier) wieder für Kommentare von sich gibt und was da für aberwitzige Konsequenzen verlangt werden. Würden die Hoteliers die Zeit und Energie in ihren eigenen Auftritt und sinnvolle zukunftsweisende Initiativen stecken, wäre das mehr von Nutzen. Vergessen wir auch eins nicht: HRS ist und bleibt Marktführer, ist aber mit 15% bei weitem nicht der Halsabschneider in der Branche. Wo bleiben die expedia- und booking.com-freien Wochen? Wer sich wirklich gegen den Provisionswahn bekennen will, sollte mal mit den Kollegen reden, die teilweise deutlich über 25% Abgaben zahlen, um im Ranking weit oben zu stehen.

Marco Nussbaum, Bremen
Marco Nussbaum, Bremen

19.01.2012 um 09:44

Betreff: ...viel zu spät !

Die Erhöhung der Provision von HRS lässt wieder einen Aufschrei durch die Hotelleriewelt gehen. Es zeigt, wie rigoros starke Player vorgehen und wie wehrlos die Hoteliers sind. Vielen von ihnen ist die Kontrolle über die Distribution doch schon lange abhandengekommen. Doch wie sieht die Lösung aus? In Österreich diskutieren Hotellerie-Vertreter derzeit über die Einführung einer eigenen Buchungsplattform, damit das Geld bei den Hotels bleibt und nicht an Dritte fließt. Die Schweiz hat bereits ein solches Projekt mit myswitzerland.com ins Leben gerufen. In Deutschland diskutierten Hoteliers schon Anfang 2000 mit der IHA darüber, scheiterten aber aus Uneinigkeit und Angst vor Schritten seitens der OTAs. Und gerade vor wenigen Tagen haben amerikanische Hotelgesellschaften ihr eigenes Buchungsportal Roomkey.com für den US-Markt gegründet. Dieser Versuch ist noch nicht ausgereift, zeigt aber wie ernst das Thema -- nicht nur hierzulande --genommen wird. Eins ist zumindest sichtbar: Die Hoteliers setzen sich zur Wehr. Und das ist ein gutes Zeichen, nur leider viel zu spät. Schaut man sich die Vielzahl von Statements, Verbandstagungen und Kongressen zu dem Thema an, muss man sich doch wirklich über die Branche wundern. Ich bleibe dabei, es ist erstaunlich, was man alles erreichen kann, wenn es egal ist, wer die Anerkennung dafür erntet. Oder anders: Der Hotelbranche ginge es besser, wenn alle Beteiligten ihr Ego besser im Griff hätten. P.S. : Beim Deutschen Hotelkongress am 30./31.01.2012 in Berlin steht unter anderem das Top Thema "Social Media in der Praxis" auf der Agenda, mit vielen wichtigen Referenten. Auf der Facebook-Fanpage von HRS habe ich zu dem Thema der Kommissionen aber nicht einmal 10 Posts von Hoteliers gelesen. Die ING DiBa hatte nach ihrem Werbespot innerhalb von 2 Wochen, über 1.400 Posts mit rund 15.000 Kommentaren. Noch Fragen zur Durchschlagskraft und einheitlichen Vorgehensweise der Hotellerie ?

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