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Buchungsportale

Ein gesundes
Misstrauen
gegenüber Buchungsportalen
ist angebracht

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Kommentar

HRS lässt die Muskeln spielen

Von Raphaela Kwidzinski, Redakteurin

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/4 vom 21. Januar 2012
von  

Die Hotellerie hat sich zu stark auf die verlassen. Ein gesundes Misstrauen gegenüber diesen Zimmervermittlern ist jedoch angebracht, wie sich jetzt einmal mehr herausstellt. Am Dienstag hat den angeschlossenen Hotels mitgeteilt, dass sie für die Zimmervermittlung ab dem 1. März 15 Prozent statt wie bisher 13 Prozent ProvisionVergütung für die erfolgreiche Vermittlung einer Reiseleistung eines Reiseveranstalters oder eines Einzelleistungsträgers durch den Reisemittler.
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zahlen müssen.

Die Erhöhung hat einen bitteren Beigeschmack, und das gleich aus mehreren Gründen. Erstens: Nach der Übernahme des Konkurrenten Hotel.de im Oktober vergangenen Jahres hatte HRS-Chef noch beteuert, dass sich für die Hotelpartner daraus kaum Veränderungen ergeben würden. Befürchtungen seitens der Hotellerie wurden abgewiegelt (AHGZ vom 22. September) – obwohl HRS zusammen mit Hotel.de nun weit mehr als 50 Prozent des Marktes der Buchungsportale kontrolliert.

Zweitens: Am Dienstag hat HRS verkündet, dass seine Hotelpartner künftig auch an das Buchungssystem von Amadeus IT angeschlossen werden. Damit haben sie Zugang zu Reisebüros weltweit und zu Firmenkunden, die in großem Stil Reisen buchen. Dadurch entstünden keine zusätzlichen KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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– abgesehen von der Provision. Aber genau diese ist nun erhöht worden.

Drittens: HRS rechtfertigt die Erhöhung nun öffentlich mit der HDV
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-Umfrage vom vergangenen Sommer. Man passe die Provision an den Branchendurchschnitt von 14,85 Prozent an, heißt es. Mit der Umfrage wollte die eigentlich ein Zeichen setzen gegen zu hohe . Nun dreht HRS den Spieß um – ohne dies vorher mit dem Herausgeber der Umfrage abzusprechen. HDV-Chef fühlt sich zu recht hintergangen – und mit ihm vermutlich zahlreiche deutsche Hoteliers.

ACHTUNG: HRS-Chef Tobias Ragge ist Referent beim Deutschen Hotelkongress 2012 am 30. / 31. Januar im Maritim Hotel Berlin. Ebenfalls auf dem Podium steht Christian Bärwind, Industry Head Travel, Google Germany. Außerdem auf der Agenda: "It's all about rates" - die Fachkonferenz mit Bianca Spalteholz und "Social Media in der Praxis" - Gabriele Schulze spricht mit Traube-Tonbach-Chefin Renate Finkbeiner und Klaus Peter, Hotel Gemma, über Internetmarketing, Buchbarkeit und Erfolg in den sozialen Medien. Sichern Sie sich jetzt Ihre Teilnahme! Anmeldung unter: www.deutscher-hotelkongress.de

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Leser-Kommentare zum Artikel (2)

Michael Anfang, Obergurgl
Michael Anfang, Obergurgl

21.01.2012 um 10:53

Betreff: Warum funktionieren Buchungsplattformen so gut?

Ganz einfach: Buchungsplattformen bringen nicht nur eigene Gäste bzw. User sondern haben erkannt dass es viel einfacher ist den Hoteliers die Stammgäste wegzunehmen. Viele Hoteliers haben die Plattformen dabei noch kräftig unterstützt ? mit Topkonditionen. Im Gegensatz zu einem einzelnen Hotel können Buchungsplattformen höchst effizient Google Adwords schalten, denn die Plattform verdient immer, egal in welchem Hotel der Kunde bucht. Der Hotelier verdient nur dann wenn sein Hotel gebucht wird. Ein Vertrag mit einer Buchungsplattform ist ein Vertrag zwischen David und Goliath! Beispiel: Ein Freund erzählt von seinem tollen Urlaub in Ihrem Hotel. Der interessierte Zuhörer googelt Ihr Hotel mit Ihrem Hotelnamen und Ort. Sie haben brav Ihre Homepage optimiert und erscheinen an 1. Position. Hurra! Leider verliebt sich der Neue Gast in die Anzeige am Obersten Rand. Jetzt "Ihre Hotel-Marke" -25% buchen. Das ist eindeutig günstiger. Jetzt wirft sich die Frage auf: "Dürfen die das überhaupt!" Ja natürlich weil jeder der einen Vertrag unterzeichnet hat einen kleinen, dezent formulierten Absatz überlesen hat! Ich bestätige ausdrücklich, dass die Buchungsplattform mit meinem Hotelnamen Werbung aller Art machen kann! Dies ist der Kernsatz des Vertrages, damit hat die Buchungsplattform einen Persil-Schein um Ihnen Ihre Gäste wegzunehmen.

Volkhard Klawikowski, Stendal
Volkhard Klawikowski, Stendal

20.01.2012 um 21:42

Betreff: Geschickt eingefädelt...

...Glückwunsch Herr Ragge.

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