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Konzepte

Selbst Nudelfans: Die Mosch Mosch-Geschäftsführer Tobias Jäkel (links) und Matthias Schönberger Foto: Barbara Goerlich

Konzepte: Mosch Mosch in Frankfurt am Main

In der Nudel steckt die Kraft

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/17 vom 21. April 2012
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Frankfurt/M. Sie sind Freunde aus Kindertagen im Allgäu. Nach dem Abitur gingen beide ins Hotelfach. Irgendwann beschlossen Tobias Jäkel und Matthias Schönberger dann, gemeinsam in die Selbständigkeit zu starten. 2002 eröffneten sie das erste Mosch Mosch-Restaurant am Luginsland in der Frankfurter Innenstadt.

Zehn Jahre später steht wieder eine Frankfurter Eröffnung an: Im Europaviertel startet im Mai auf 500 Quadratmetern mit 120 Plätzen innen und 80 auf der Terrasse ein nagelneues Mosch Mosch-Restaurant. Die Zahl der Betriebe bleibt trotzdem gleich, da das Mosch Mosch-Stammhaus am Luginsland nach zehn Jahren schließen musste: Das Gebäude wird abgerissen.

Mittlerweile gibt es ihre japanisch inspirierten Lokale zehnmal in Deutschland. Mit 280 festen und freien Mitarbeitern erwirtschafteten die beiden Gastro-Unternehmer zuletzt gut 12 Mio. Euro Jahresumsatz. Als Vorbild diente der häufigste japanische Restauranttyp: die Nudelbar. und -suppen sind bekömmlich und schnell zuzubereiten. Das verkürzt Wartezeiten, ohne dass beim Kunden der Eindruck von Fastfood entsteht.

Puristische Einrichtung

Die Küche ist leicht und enthält wenig Fett. Auch der puristische Einrichtungsstil von ist wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts. Die Betonung liegt auf Marke, Genuss und Lifestyle. Schwerpunkt der Speisekarte ihrer Lokale sind bis heute Ramen, Weizenmehlnudeln mit Fleisch oder Gemüse in einer Brühe. In einer Mischung aus Restaurant, Speise-Bar und Take-Away kommen alle Gerichte ohne lange Wartezeit auf den Tisch, dabei weitgehend authentisch und aus frischen Zutaten. Viermal jährlich wechselt die Karte, ständig werden Gerichte modifiziert und Kleinigkeiten verändert. „Wir machen viel selbst, lassen aber auch bestimmte Zutaten, Saucen und Nudeln nach unseren Vorgaben fertigen. Die wesentlichen Geschmacksträger müssen gleich schmecken, in Düsseldorf oder Heidelberg“, sagt Tobias Jäkel. Alle sechs Monate tagt zudem der 24-köpfige Kundenbeirat, in dem Jung und Alt, Familien und Singles, vertreten sind „und wertvolle Ideen beisteuern“.

Erst 2005 reisten die beiden erstmals nach Japan und waren positiv überrascht, wie nah ihr Mosch Mosch-Konzept an den „Originalen“ war, obwohl sie damals, vor der Eröffnung ihres ersten Ladens, noch nie in Japan waren und Rezepte aus dem Internet und aus Kochbüchern bezogen. „Wir haben uns sehr rational für unser Konzept entschieden“, betont Jäkel. Es sollte duplizierbar sein, denn sie wollten keine Wirtschaft aufmachen und selbst hinterm Tresen stehen. „Wir wollten ein Unternehmen mit mehreren Restaurants führen, und wollten damit Geld verdienen.“ So haben sie sich bewusst nach Markt und Konzept umgesehen. Trotz aller Ratio konnten sie dann bei der Umsetzung nicht vermeiden, „dass es auch viel Spaß machte“.

Mitarbeiter steigen auf

Führungsphilosophie ist es, auch die Beschäftigten „mitzunehmen“. „Je mehr die Mitarbeiter von unserer Sache überzeugt sind, desto motivierter verrichten sie ihre Arbeit und desto stärker handeln sie in unserem Sinne“, betont Jäkel. Offen und deutlich muss kommuniziert werden, worum es geht: Wir arbeiten am selben Ziel, jeder Mitarbeiter profitiert, wenn viele Gäste kommen. Motivierend wirkt, dass Führungskräfte bevorzugt aus den eigenen Reihen kommen. Einer der Trainingsschwerpunkte ist darum die Schulung von Management-Kompetenz. Das scheint zu fruchten. Viele im Team sind von Anfang an dabei, wie der Betriebsleiter am Flughafen, der als „Koch der ersten Stunde“ bei uns war, freut sich Jäkel. Die heute Ausbildungsleiterin begann als AushilfeMitarbeiter, der nicht dauerhaft im Unternehmen beschäftigt wird.
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bei Mosch Mosch und ist heute selbst für die Entwicklung der Talente verantwortlich.

Nachdem 2009 ein stiller Investor ins Unternehmen einstieg, konnten sie dank des eingebrachten Kapitals im Jahr 2010 drei neue Lokale eröffnen und die beiden Franchise-Filialen in Köln und Düsseldorf eingliedern. Das Thema Franchise haben Jäkel und Schönberger vorerst vertagt. Man müsse einfach deutlich größer sein, um als FranchisegeberEntwickler einer Geschäftsidee ) mit der Absicht, die Nutzungsrechte an einen Franchisnehmer weiterzugeben.
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auch wirklich den Service zu bieten, den FranchisenehmerVertragspartner des Franchisegebers , der durch den Abschluss eines Franchise-Vertrags die Rechte zur Nutzung eines Geschäftskonzepts in einer festgelegten Region erwirbt.
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benötigen.

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