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Olaf Taupitz: „Das Gastgewerbe wird sich auf einen Paradigmenwechsel einstellen müssen.“

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Gastbeitrag

Ist Bargeld bald überflüssig?

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2016/8 vom 27. Februar 2016

Das Ende ist nah. Behält John Cryan recht, ist es schon in zehn Jahren so weit: Das Bargeld wird verschwinden. Münzen und Scheine werden abgeschafft. Die kontroverse These des Co-Chefs der Deutschen Bank scheint ambitioniert – zumindest was die zeitliche Einschätzung betrifft. Grundsätzlich kann es jedoch kaum Zweifel geben, dass unsere handfeste Währung langfristig einer digitalen Alternative weicht. Und diese Entwicklung hat natürlich spürbare Konsequenzen. Auch Hotellerie und Gastronomie werden sich auf einen Paradigmenwechsel einstellen müssen.

Die Mehrzahl der Deutschen will offenbar nicht so schnell auf das klimpernde und knitternde Geld verzichten. Dies legt zumindest der öffentliche Aufschrei nah, der auf Finanzminister Wolfgang Schäubles Vorschlag einer Bargeldobergrenze von 5000 Euro folgte. Doch ist der Gedanke tatsächlich so abwegig? Ein Blick in die europäische Nachbarschaft besagt anderes: Bereits neun EU-Staaten haben eine entsprechende Obergrenze eingeführt – und die liegt mehrheitlich deutlich tiefer, in Italien bei 3000 Euro, in Spanien bei 2500 Euro, in Frankreich und Portugal sogar nur bei 1000 Euro.

Dennoch wird in einer solchen Begrenzung der Anfang vom Ende gesehen – dem Ende des Bargelds. Und es gibt ja gute Gründe: Bargeld ist in puncto Transport, Sicherung und Lagerung teuer. Es ist volkswirtschaftlich schädigend, da es Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und Geldwäsche ermöglicht. Und es ist gefährlich, da es Terroristen und Drogenhändlern zur FinanzierungBeschaffung von monetären Mitteln für unternehmerische Aktivitäten.
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dient. Hinzu kommen hygienische Aspekte und praktische Überlegungen: Wem macht es schon Spaß, immer wieder zum Geldautomaten rennen zu müssen?

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