Immobilien
Jagdfeld bleibt an der Spitze des Adlon-Fonds
BERLN. Anno August Jagdfeld ist wieder einmal als Gewinner aus dem Saal gekommen. Sieben Stunden lang hatten am vergangenen Freitagnachmittag und -abend rund 800 Gesellschafter im Hotel Adlon über Jagdfelds Zukunft als Adlon-Fondschef verhandelt. Das Ergebnis: Mit großer Mehrheit ist Anno August Jagdfeld, Geschäftsführer des Berliner Adlon-Fonds, in seinem Amt bestätigt worden.
74 Prozent stimmten auf der Gesellschafterversammlung gegen den Abwahlantrag, der von einer Gruppe von Anlegern eingebracht wurde. Jagdfeld gegenüber der Presse: „Ich freue mich, dass die überwiegende Mehrheit der Anleger die Gefahren für die Zukunft des Adlon erkannt hat, die mit dem Konzept des Anwalts Fritsch verbunden waren." Fritschs Kampagne habe nicht verfangen, man könne sich jetzt wieder ganz der Arbeit widmen", so Jagdfeld weiter.
Niederlage für Fritsch
Der Berliner Rechtsanwalt Thomas Fritsch, der den Abwahlantrag gegen Jagdfeld eingebracht hatte, wollte sein Konzept nach mehrstündiger Aussprache zurückziehen. Dennoch wurde abgestimmt, und 74 Prozent der Anteilseigner stimmten gegen den Herausforderer.
Hintergrund des Abwahlantrags: Viele Anleger waren unzufrieden, weil in den vergangenen fünf Jahren kein Geld ausgeschüttet wurde und die Anteile stark an Wert verloren haben. Außerdem gab es Kritik an familiären Verquickungen (ahgz.de berichtete).
Laut Jagdfeld haben sich die Geschäfte der beiden Pächter des Adlon-Fonds gut entwickelt: „Sowohl Kempinski als auch die Adlon Holding haben die Wirtschaftskrise erfolgreich gemeistert. Auch im Verlauf dieses Jahres sind die Zahlen gut. Das spiegelt sich im hohen Kassenbestand unseres Fonds von mehr als 15 Mio. Euro wider, so Jagdfeld. hz

