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Konzepte

Leidenschaftlicher Outdoor-Trainer: Axel Müller, Inhaber des Sporthotels Outdoor-Inn

Marlis Heinz

Konzepte: Sporthotel Outdoor-Inn in Steinach/Thüringen

Jeder Sportart eine Etage

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/37 vom 8. September 2012
von

STEINACH. Möglicherweise ist das nicht das typische Hoteliers-Foto: Der Chef mit allen Vieren an der Decke festgeklammert. Kopfüber herabhängend und lachend. Aber im Steinacher Sporthotel Outdoor-Inn ist ohnehin wenig typisch. Das mag an der Vorgeschichte des Hauses und seines Chefs liegen. Axel Müller kam über sein Hobby als Bergsteiger in die Outdoor-Branche und eröffnete vor elf Jahren beim thüringischen Steinach einen Hochseilgarten. Weil dessen Besucher gerne länger geblieben wären, baute er eine Spielzeugfabrik um und eröffnete 2004 eine Herberge. Auch die genügte bald nicht mehr, weshalb es den zum Verkauf stehenden Steinacher Hofs in Auge fasste.

Der wurde erst einmal umgebaut. Den biederen Landhaus-Charme ersetzte eine frische Optik: Klare Farben, stabile, teilweise maßgeschneiderte Möbel, schicke T-Shirts für alle Mitarbeiter. Jede EtageDie einzelnen Stockwerke eines Beherbergungsbetriebs.
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hat eine andere Farbe und ist einer Outdoor-Sportart gewidmet. In der ersten Etage beispielsweise dominieren Blau-Töne und Wintersportfiguren an den Wänden. In allen Zimmern gibt es sogar eine Sprossenwand und Gummibänder. „Ob der Gast sie nun nutzt, um sich nach der Wanderung ein bisschen zu dehnen oder nur um seine Jacke draufzuhängen, ist doch völlig egal“, sagt der Chef. Rund 800.000 Euro hat Axel Müller in das Haus investiert. Dass dieses Konzept anerkannt wird, bewies der Thüringer Tourismuspreis 2012, den das Wirtschaftsministerium und die Thüringer Tourismus GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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dem Hause verliehen haben.

Lockere Atmosphäre

„Zimmerkontrolle!“ ruft Müller – auch nicht ganz typisch für einen Hoteldirektor. Hinter den Türen bricht Gelächter aus. Ein paar Mädchen schauen heraus und entgegnen: „Kommen Sie ruhig rein.“ Dieser Trakt des Hauses ist vermutlich die größte Spezialität des Outdoor-Inn. Hier, wo das frühere Hotel ein paar Wohnungen barg, sind heute Gruppen untergebracht, meistens Schulklassen oder Sportgruppen, aber auch mal Hochzeitsgesellschaften oder die Chefetage eines Unternehmens.

Gibt es keine Reibereien zwischen Ruhesuchenden auf der einen Seite und Abenteuerlustigen auf der anderen? „Wir haben da überhaupt keine Probleme“, sagt Müller. „Abenteuerlustig sind alle unsere irgendwie.“ Und die Kinder? „Wenn man sich richtig anspricht und sie beschäftigt, haben sie überhaupt keine Zeit, andere zu stören.“ Mehr noch: Bei einem pädagogisch sinnvollen Programm sind auch die meisten Eltern bereit, die rund 200 Euro pro Kind und Woche zu zahlen.

Für die Gruppen zimmert Müller in der Regel ein Komplettprogramm. „Wir nennen uns nicht Sporthotel, weil wir große Sportanlagen oder gar einen üppigen SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
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-Bereich hätten. Es geht vor allem um die Outdoor-Aktivitäten, die wir alle aus einer Hand bieten. Da steht natürlich unser Hochseilgarten im Mittelpunkt, hinzu kommen Wanderungen, Skitouren und Abfahrten. Wir haben hier ja das größte Skigebiet Thüringens. Auch Besuche in Museen oder bei Handwerkern binden wir mit ein.“ Im Keller des Outdoor-Inn befinden sich denoch , Kletterwand, Tischtennis, Kraftraum und Tischfußball.

Dass sich Müller vorrangig seinen Gästen widmen und mit ihnen draußen sporteln kann, verdankt er seiner Mitarbeiterin Angela Eschrich.

Erfahrene Direktorin

Die Hotelfachfrau hat bereits in vielen 4-Sterne-Häusern gearbeitet und im Outdoor-Inn die Direktion übernommen. Sie kümmert sich um den internen Hotelbetrieb.

Die Gastronomie des Hauses hat sich schrittweise entwickelt. Anfangs wurden die Tische nur auf Vorbestellung gedeckt. Seit April 2012 ist das Küchenteam aufgestockt. Das Restaurant hat jetzt an fünf Tagen pro Woche geöffnet. Auf den Tisch kommt gesunde, leichte Kost. „Den schweren Thüringer Braten mit Klößen gibt es bei uns höchstens auf Vorbestellung. Aber wenn es Schnitzel mit Pommes nicht gäbe, würden mir die Einheimischen weglaufen“, bekennt Müller. Einige typische Dinge gibt es also doch im Outdoor-Inn. Marlis Heinz




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