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Rebecca Krause: „Unsere Branche sollte einen
 kleinen Schritt zurück
 zu den Wurzeln machen.“

© Privat

Gastbeitrag

Marke sein, auch für Mitarbeiter

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2016/10 vom 12. März 2016

Nur 20,5 Prozent der befragten Unternehmen möchten in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren: Diese Zahl, kürzlich in der AHGZveröffentlicht, hat mich sprachlos gemacht.

Unsere Branche ist eine Dienstleistungsbranche, das heißt die DienstleistungDienstleistungsmerkmale.
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ist das A und O. Qualifiziertes und vor allem geschultes PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Denn was hat ein Gast davon, wenn er in der schönsten Atmosphäre schlecht bewirtet wird? Richtig, dieser Gast würde uns aufgrund der fragwürdigen Dienstleistung wohl kein zweites Mal besuchen und schon gar nicht weiterempfehlen.

Da sind wir auch schon beim Thema: Qualifiziertes Personal als Garant für den Unternehmenserfolg. Und die Suche danach, die immer schwieriger wird. Natürlich hat das Desinteresse potenzieller Azubis mit dem ImageMehr oder weniger bewusste, vereinfachende Beurteilungen eines Meinungsgegenstands durch ein Individuum, die in ihrer Verfestigung als mehrdimensionales Einstellungskonstrukt Handlungs- und Verhaltensrelevanz gegenüber einem Imageobjekt gewinnen.
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des Gastgewerbes zu tun, das leider auch von „schwarzen Schafen“ geprägt ist. Diese Betriebe legen keinen Wert auf eine fundierte , und auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden in diesen Betrieben oft missachtet. Anstatt auf Qualität zu setzen, wird der Auszubildende ausgenutzt und arbeitet bis zum Umfallen. Fest steht aber: Eine fundierte und qualifizierte Ausbildung ist der Schlüssel für den Erfolg unserer Branche. Je mehr Betriebe eine qualifizierte und fundierte Ausbildung bieten, desto eher können wir dem drohenden entgegentreten.

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Leser-Kommentare zum Artikel (2)

C. S., K.
C. S., K.

04.04.2016 um 17:38

Betreff: Marke sein , auch für Mitarbeiter

Ich kann meinen beiden Vorrednern nur zustimmen, wenn man sich alleine nur mal die ganzen Kritiken hier durch liest, weiss man in etwa was in der Branche los ist. Auch ich habe hier schon einige Kommentare dazu geschrieben und seit Jahren wird leider immer nur gejammert. Leider habe ich nur zu Oft die Erfahrung machen müssen, das andere Hoteliers es nicht für nötig halten Ihre Mitarbeiter oder Azubis auf Weiterbildungen zu schicken.Und wenn doch dann vielen diese schlichtweg aus, mangels Teilnehmer.Und auch sind die Hoteliers oft gar nicht in der Lage sich um die Mitarbeiter zu kümmern.Leider wird dann auch niemand dafür eingestellt der dafür zuständig ist.Und das führt zu Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern, da niemand da ist den Sie nach solchen Dingen fragen können.In der Industrie stellt man für soetwas extra Ausbilder oder Personalchefs ein,aber da hat man im Hotelbetrieb leider noch nie etwas von gehört. Legt man glaube ich auch nicht sonderlich viel Wert drauf, so meine eigenen Erfahrungen.Dabei würde gerade das die Hotelchefs wirklich entlasten. Aber wie mein Vorredner schon sagte, es fehlt an Motivation Wertschätzung vernünftigen Arbeitsmodellen unsw. aber hier wird ja permanent sich über sipmle Dinge aufgeregt und nach der Politik gerufen wenn es um so einfache Dinge wie die Dokumentationspflicht bei der Arbeitszeit geht.Da macht in der Industrie keiner ein Fenster wegen auf. Das ist ganz normal und Alltag. Vielleicht sollte man mal ein Projekt ins leben rufen in dem die Chefs in der Gastro mal geschult werden, wie man mit Mitarbeitern umgeht und was der ganz normale Alltag mit Mitarbeitern in Industrie Unternehmen sind.Vielleicht begreifen sie dann einmal das es einem Unternehmen immer nur so gut gehen kann wie dem Mitarbeiter der tag täglich versucht sein bestes zu geben.Vielleicht verstehet man dann einmal das der qualifizierte und motivirte Mitarbeiter das Gesicht eines jeden Unternehmens ist und das auch nach außen wiederspiegelt und dementsprechend auch der Erfolg ist. Aber ich glaube da sind die Gastronomie noch weit von entfernt. Leider. Es gibt soviele Dinge die dazu beitragen das zu ändern, wenn man nur will. Aber der Wille ist ja nicht da wie wir in dem Artikel von Frau Krause entnehmen können. Es ist so wahr und zutreffend was Frau Krause und Herr Gemüth schreiben, doch leider habe ich die Hoffnung schon aufgegeben das sich in der Branche das einmal ändern wird.Und somit schwindet auch die Hoffnung weitere Fachkräfte in der Branche zu bekommen oder zu behalten.Es wird leider in der Hinsicht überhaupt nichts dafür getan.Schade.Dabei ist der Beruf Hotelfachfrau/mann ein so toller Beruf der einem soviele Möglichkeiten ebnet.

Peter Gemüth, Dortmund
Peter Gemüth, Dortmund

20.03.2016 um 14:00

Betreff: Führungsstil

Der aktuelle Fachkräftemangel wird auch gerne durch Medien und unnötige populistische Aussagen gefördert. Wenn es um die Fachkräftesituation in der Gastgewerbebranche geht, sind leider sehr schnell die Schuldigen ausgemacht. Nämlich die, die am wenigsten dazu beitragen. Auszubildende "die nichts können" und "nicht ausbildungsfähig" sein sollen. Schlecht angelernte Aushilfen ohne die das Geschäft, schon gar nicht mehr laufen würde. Gäste die abends, am Wochenende, an Feiertagen und im Urlaub von den fleißigen Mitarbeitern der Branche versorgt werden möchten. Karge Löhne, Überstunden, rauer Ton sind alles Dinge die sich schlecht anhören, mit dem die Branche aber schon seit Jahrzehnten zu kämpfen hat, und auf die sie leider auch reduziert wird!
Ja, auch schlechter Führungsstil ist ein KO-Kriterium in der Branche. Nur muss man sich aber die Frage stellen: Welcher Führungsstil ist in der Branche nötig, richtig, angemessen oder welcher Stil geht gar nicht?
Haben denn die Damen und Herren Chefköche, Ausbilder oder Betriebsleiter in den Küchen überhaupt noch die Zeit, sich um solch wichtige Dinge wie Führungsstil, Motivation, Wertschätzung, Coaching, Fortbildung und Ausbildung und das ganz normale soziale Umgehen mit ihren Mitarbeitern zu kümmern.
Nein, haben Sie nicht! Existenzangst, physischer und psychischer Druck, Auswüchse im Bereich der administrativen Arbeiten in einem Unternehmen, Gäste die alles nur noch billig, schnell und am Liebsten noch zu jeder Tag-und Nachtzeit erwarten.
Meiner Meinung nach, kommen diese elementaren Dinge viel zu kurz. Nicht nur aus Zeitgründen sondern leider auch aus Unwissenheit und persönlichen Fehleinschätzungen. Die Branche muss endlich lernen, dass Sie mit anderen Branchen in denen diese Dinge zur Normalität gehören, konkurrieren und um die jungen Menschen kämpfen muss. Betriebliche Gesundheitsfürsorge, Generation Y, vernünftige Arbeitszeitmodelle, faire Entlohnung, Fortbildung und so weiter sind Alltag in anderen Branchen. Unsere Branche wirbt leider mit den selbst verschuldeten negativen Schlagzeilen und wundert sich, dass keiner mehr kommt, außer den Gästen, die sich bald ihr Getränk und das Essen selber holen und zubereiten müssen.
Best Practice Beispiele werden dann gerne hervorgestellt und in den Medien beschrieben, die Realitäten sehen aber ganz anders aus. Übrigens sind diese Guten, die Spitze eines schmelzenden Eisberges.
Also liebe Branche, lernen von den Anderen, bereit sein andere Wege zu gehen, Menschen als Menschen behandeln und nicht als Personal, das gab es früher mal. Auch der Auszubildende von heute ist anders, warum soll er so sein wie wir mal waren? Ausbilder müssen sich auf diese Generationen einstellen und eben vielleicht auch mal länger mit einem jungen Menschen üben.
Eines noch, wer hier nach der Politik ruft und hofft da kommen die Lösungen her, sollte seine Küche schließen. Das schafft die Branche nur selber oder gar nicht!

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