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Mercure Hotel darf voraussichtlich bleiben
von Hans-Dieter Schaaf
POTSDAM. Der Software-Milliardär Hasso Plattner hat den Bau einer Kunsthalle in der historischen Stadtmitte von Potsdam endgültig abgesagt. Wie er in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Jann Jakobs mitteilt, habe er sich nunmehr entschlossen, auf dem ihm eigenen Grundstück am Jungfernsee im Norden Potsdams eine Ausstellungshalle für DDR-Kunst zu errichten. Damit wird aller Wahrscheinlichkeit nach das Hotel Mercure an seinem jetzigen Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zum als Landtag wiederaufgebauten Stadtschloss stehen bleiben.
Vorausgegangen war der Entscheidung eine lange, zum Teil heftig geführte Diskussion (Ahgz.de berichtete). Plattner hatte bereits vor einigen Wochen einen Rückzieher vom Standort des Hotels Mercure, das für den Bau der Kunsthalle abgerissen werden sollte, gemacht, ließ sich jedoch aufgrund einer Bürgerdemonstration zunächst umstimmen.
In den letzten Tagen hatten sich allerdings auch namhafte Architekten dafür ausgesprochen, alternative Standorte für die Kunsthalle in Erwägung zu ziehen und einen Wettbewerb für den Bau auszuschreiben. Auch Mitarbeiter des Hotels hatten sich in einem Schreiben an Plattner beklagt, dass mit ihnen nicht gesprochen worden sei. In seinem offenen Brief zieht Hasso Plattner die Schlussfolgerung: "Ein privater Bau kann nicht widerspruchsfrei an einem Standort wie dem Mercure erfolgen."


