Personalia
Mirko Silz wollte Macht nicht teilen
BONN. Zum Monatsende beendet Mirko Silz , langjähriger Vorstand der Vapiano SE, seine Tätigkeit für das Fast-Casual-Unternehmen (AHGZ berichtete). Doch Silz' Abgang hat nichts mit dem Einstieg der Tchibo-Erben Günter und Daniela Herz mit ihrer Investmentgesellschaft Mayfair zu tun. Diese Auffassung vertritt das Wirtschaftsmagazin Impulse. "Es gab im zeitlichen Zusammenhang Veränderungen bei den Management-Strukturen, die mich zu dieser Entscheidung gebracht haben", wird Silz zitiert.
Silz spielt laut Impulse auf die Vorstandserweiterung um den Gründungsgesellschafter Gregor Gerlach an. Wie das Wirtschaftsmagazin aus dem Kreis der Vapiano-Eigner erfuhr, wollte Silz seine Macht nicht teilen, weil das seinem Rollenverständnis nicht entsprach. "Ich habe einfach für mich entschieden, dass ich meine Ziele in der neuen Situation nicht verwirklichen kann", so Silz, dessen berufliche Pläne noch völlig offen sind.
Mirko Silz war seit Januar 2006 Vorstand der Vapiano SE. Mit Erfolg: Während seiner Amtszeit konnte das Restaurantnetz deutlich erweitert werden. Mehr als 70 Restaurants eröffneten europaweit unter Silz' Ägide. Im vergangenen Jahr erzielte Vapiano in Deutschland 103,5 Mio. Euro Nettoumsatz (+ 29,4 %). Weltweit lagen die Erlöse bei 172,5 Mio. Euro (+ 42,8 %). Vapiano zählt aktuell mehr als 90 Restaurants in 24 Ländern, davon 44 in Deutschland. red/ai


