Neueröffnung
Neues Oma-Café in München
MÜNCHEN. Der Platzhirsch röhrt wieder an einem neuen Standort. Mit einer Mischung aus freundlichem Tagescafé, Bar und einem Kaminzimmer im Old-Style knüpft der neue Platzhirsch am Oberanger an die alten Zeiten an. "Viele haben schon jetzt ihr „Platzerl“ gefunden", freut sich Platzhirsch-Wirt Christoph Schlundt, genannt Tchisi, der alte und neue Wirt mit einem Faible für Krimskrams.
Als der alte Platzhirsch im Rosental weichen musste, suchte Tchisi einen neuen Ort für seine eigene Idee von Gastlichkeit. Im Erdgeschoss eines Neubaus schräg gegenüber vom Stadtmuseum hat er ihn gefunden. Der erste Blick durch die Panoramascheibe, die im Sommer zur Terrasse hin komplett geöffnet werden kann, wird die alten Stammgäste erfreuen. Da sind sie wieder, die grünen Stühle vom alten Café. Plaziert in einem kleinen hellen Tagescafé.
Ein paar Stufen hinunter und man steht an der Bar, an der am Abend das Leben und die Musik spielt. Tagsüber läuft Kaffeehausmusik und Country und später dann R´n´B „von Ambros bis Neil Young“. Hin und wieder legen bekannte Münchner DJs ausgefallene Hits auf. So wie´s vorher halt auch war. Und der Hirsch auf der großen Bildtapete hinter der Bar rockt und röhrt dazu bis er heiser ist.
Am Ende der Bar beginnt eine kleine Zeitreise. Vorbei an der Garderobe, die noch aus dem alten Platzhirsch stammt, und schon steht man mittendrin im Kaminzimmer: ein Salon mit Brokattapete und Kristalllüster. Stilvoll und gemütlich eingerichtet mit Stehlampen und alten Stühlen, deren altrosa Bezüge Geschichten erzählen könnten. In den schweren Ohrensesseln, kann man eine heiße Schokolade oder seinen Drink wunderbar relaxt vor dem Kamin genießen. Überhaupt eignet sich der Raum ganz ausgezeichnet zum Treffen und Ratschen.
Der Schwerpunkt liegt im Platzhirsch auf den flüssigen Genüssen. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es bestens belegte Sand-wiches und den beliebten Schinken-Käse-Toast, alles auch warm zu genießen. Nach Büroschluss schmeckt dazu ein frisch gezapftes Pilsner Urquell oder ein Tegernseer Hell vom Fass. Das Weißbier vom Schneider gibt´s aus der Flasche. Dazu kommen noch offene Weine, Longdrinks und eine feine Auswahl an Cocktailklassikern. Wer lieber keinen Alkohol trinkt, für den steht neben Almdudler und diversen anderen Softdrinks das gute alte Schiwasser aus Zitronensaft, Grenadine und Soda auf der Karte.
Für die Liebhaber der süßen Sachen hält die Vitrine Brioches, kleine Tartes und Kuchen bereit. Der Kaffeelieferant ist der gleiche geblieben. Mit Julius Meinl hatte Tchisi schon im alten Café eine gute Wahl getroffen. Wer will kann den Kaffee auch in ganzen Bohnen oder gemahlen für zu Hause mitnehmen. red/lef

