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Nussbaum: Eigene Buchungsplattform könnte Lösung sein Foto: Hotel

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Nussbaum: Rigoroses Vorgehen von HRS

19. Januar 2012

BREMEN. , Chef von kommentiert die HRS-Erhöhung wie folgt:

„Die Erhöhung der Provision von lässt wieder einen Aufschrei durch die Hotelleriewelt gehen. Es zeigt, wie rigoros starke Player vorgehen und wie wehrlos die Hoteliers sind. Vielen von ihnen ist die Kontrolle über die Distribution doch schon lange abhandengekommen. Doch wie sieht die Lösung aus? In Österreich diskutieren Hotellerie-Vertreter derzeit über die Einführung einer eigenen Buchungsplattform, damit das Geld bei den Hotels bleibt und nicht an Dritte fließt. Die Schweiz hat bereits ein solches Projekt mit myswitzerland.com ins Leben gerufen. In Deutschland diskutierten Hoteliers schon Anfang 2000 mit der IHA darüber, scheiterten aber aus Uneinigkeit und Angst vor Schritten seitens der OTAs. Und gerade vor wenigen Tagen haben amerikanische Hotelgesellschaften ihr eigenes Buchungsportal Roomkey.com für den US-Markt gegründet. Dieser Versuch ist noch nicht ausgereift, zeigt aber wie ernst das Thema -- nicht nur hierzulande --genommen wird. Eins ist zumindest sichtbar: Die Hoteliers setzen sich zur Wehr. Und das ist ein gutes Zeichen, nur leider viel zu spät. Schaut man sich die Vielzahl von Statements, Verbandstagungen und Kongressen zu dem Thema an, muss man sich doch wirklich über die Branche wundern. Ich bleibe dabei, es ist erstaunlich, was man alles erreichen kann, wenn es egal ist, wer die Anerkennung dafür erntet. Oder anders: Der Hotelbranche ginge es besser, wenn alle Beteiligten ihr Ego besser im Griff hätten.

Zudem: Beim Deutschen Hotelkongress am 30./31.01.2012 in Berlin steht unter anderem das Top Thema "Social Media in der Praxis" auf der Agenda, mit vielen wichtigen Referenten. Auf der Facebook-Fanpage von HRS habe ich zu dem Thema der Kommissionen aber nicht einmal 10 Posts von Hoteliers gelesen. Die ING DiBa hatte nach ihrem Werbespot innerhalb von 2 Wochen, über 1.400 Posts mit rund 15.000 Kommentaren. Noch Fragen zur Durchschlagskraft und einheitlichen Vorgehensweise der Hotellerie?“

Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion. Ihre Statements erscheinen in der nächsten Ausgabe der AHGZ. red/lef

ACHTUNG: HRS-Chef Tobias Ragge ist Referent beim Deutschen Hotelkongress 2012 am 30. / 31. Januar im Maritim Hotel Berlin. Ebenfalls auf dem Podium steht Christian Bärwind, Industry Head Travel, Google Germany. Außerdem auf der Agenda: "It's all about rates" - die Fachkonferenz mit Bianca Spalteholz und "Social Media in der Praxis" - Gabriele Schulze spricht mit Traube-Tonbach-Chefin Renate Finkbeiner und Klaus Peter, Hotel Gemma, über Internetmarketing, Buchbarkeit und Erfolg in den sozialen Medien. Sichern Sie sich jetzt Ihre Teilnahme! Anmeldung unter: www.deutscher-hotelkongress.de

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Leser-Kommentare zum Artikel (8)

Torsten Neumaier, Berlin
Torsten Neumaier, Berlin

31.01.2012 um 21:40

Betreff: nicht jammern, sondern anpacken

der hotelkongress ist gerade vorbei und wie beim onlinekongress wurden wieder social media, vertriebswege im internetzeitalter 2.0 und die immer zunehmende mitarbeiterausdünnung zum thema gemacht. nun müsste man ja meinen, dass alle endlich aufgewacht sind und die ersten hausaufgaben erledigt haben... aber wieder schauten viele auf die rednerbühne und man hatte den eindruck, dass die worte wieder wie neuschnee auf die teilnehmer fielen. vorträge über facebook wurden wieder mit der frage begleitet: was bringt uns das? eine eigene homepage, nutzbar mit einigen klicks, direkter buchung und klaren aussagen, die emotionen beim gast hervorrufen könnten, scheint vielen immer noch zu teuer zu sein, denn da kennt man ja den azubi oder der mann von der rezeptionistin macht das gerne... eigenvermarktung humpelt und dümpelt. mitarbeiterfindung,-motivation oder personalbindungsprogramme ist scheinbar neuland und es wurde dann auch ernsthaft eine stunde referiert, ob gutscheine oder hot deals nun doch was bringen. Ich hätte mir bei vielen themen wirklich gewünscht, dass die entwicklung ein wenig weiter wäre. Ohne arrogant werden zu wollen, aber es war ein wenig wie bei der sendung mit der maus. leicht erklärt, damit auch alle mitkommen! aber liebe hoteliers, wer nicht mitkommt, der hat verloren. wer sich nicht kümmert, der zahlt bald auch 20%. wer seinen markt nicht kennt und beherrscht, der wird nie erfahren, woher seine gäste kommen. noch nie war es so einfach gäste zu finden. das netz ist voll davon. die frage ist doch nur: wen suchen sie? wem bieten sie wirklich was? wo liegen ihre stärken und wie können sie das verkaufen?! der wille beim gast ist sicherlich da. wo ist ihrer??? alle vertriebswege in andere hände zu geben kostet nicht nur viel geld, sie lernen auch nichts über ihr publikum. das highlight war für mich horx. wer da zugehört hat, der weiss nun auch, welche angebote er für wen künftig definieren muss. wohltuend war wieder herr krenzer, deren kommentare bei twitter mir das schmunzeln zurück gab und dessen vortrag vorbildlich war. auch einige anderen moderatoren waren gut, aber trauten sich nicht mehr von sich zu zeigen. es gab so drei, vier momente an denen ich aufspringen wollte und hätte ins mikro brüllen wollen. vielleicht fehlten auch einfach die praktischen beispiele. etwas mehr schwung und begeisterung. ich vermute, dass bei 80% aller teilnehmer in zwei wochen wieder der einheitstrott einzug hält. bis zur nächsten erhöhung der gebühren...

Udo Loerakker, Ahrweiler
Udo Loerakker, Ahrweiler

20.01.2012 um 12:16

Betreff: es sind nicht nur die 15%

sondern auch die geänderten AGBs z.B sind bei den aktuellen AGBs Ratenparitäten und Verfügbarkeiten noch mit anderen Internet-Vertriebskanälen gleich zu Behandeln. Im neuen Vertrag wird nur noch von anderen Vertriebskanälen geredet? Ist das nicht die völlige Auslieferung an HRS? Darf ich dann nicht mal mehr an der Theke oder Buchungen über mein Webformular günstiger anbieten bzw. in der Hauptsaison Buchungsportale ganz aussen vor lassen? Ich gebe Herrn Langhauser besonders Recht: Die Gäste haben ein Recht aufgeklärt zu werden, denn letztendlich zahlen auch Sie einen TEil der Zeche an HRS und Co.

Sebastian Kessel, Roetgen
Sebastian Kessel, Roetgen

19.01.2012 um 23:12

Betreff: Lage erkannt...

Um den Beitrag von Herrn Schmidt aufzugreifen, Magnusson Hotels geht diesen Monat mit einem Projekt online, welches mehr oder weniger alle hier geforderten Kriterien erfüllt. Das Ganze nennt sich Global Hotel Exchange und arbeitet mit einer extrem transparenten Kostenpolitik. Vision statement ist, laut Anbieter, die Preisgestaltung wieder dem Markt zu überlassen. Ein Schwachpunkt könnte allerdings die Übermacht in puncto brand awareness der (scheinbar) übermächtigen OTA's sein. Aber, wie der Konsens der Vorredner schon zeigt: Eine starke Gemeinschaft kann viel bewirken. Allerdings ist der Vorschlag, Universitäten in den Gestaltungsprozess mit einzubinden, auch recht realistisch. Die Hotelschool Den Haag, an der ich mich zur Zeit im Studium befinde, hat derartige Forschungsarbeiten als Bachelor-Thesis in ihr Curriculum aufgenommen.

Thomas Langhauser, Edenkoben
Thomas Langhauser, Edenkoben

19.01.2012 um 20:10

Betreff: Mein Fehler!!!!

Booking hat mich soeben darauf hingewiesen, dass ich schon immer (nur) 12% Provision bezahlt habe. Habe nachgerechnet: das Stimmt. Liebes Booking Team, bitte um Entschuldigung. Aber, bleibt es auch dabei?

Bernhard Schmidt, Maintal
Bernhard Schmidt, Maintal

19.01.2012 um 19:31

Betreff: Buchungsportal

Warum geht der Verband nicht den einfachen und effektiven Weg und vergibt an eine Hofa und eine HTW/Uni mit spezieller Ausrichtung einen zielgerichteten Forschungsauftrag:Entwicklung eines Internationalen Buchungsportals das die nationalen und vielschichtigen Ausrichtungen berücksichtigt und nicht gewinnorientiert ausgerichtet ist. Das bedeutet eine Förderung der Fach- und Hochschulen in diesem Bereich und die Lösung ist sicher anders und individueller als von SAP, MicroSoft u.s.w.

Peter Löbel, St. Gallen
Peter Löbel, St. Gallen

19.01.2012 um 19:23

Betreff: Jammern nützt nichts!

Da kann ich Herrn Langhauser nur zustimmen, ..."und dann gibt es noch Kollegen die freiwillig mehr bezahlen." Auf der Affiliate Partner FAQ Seite von Booking.com liest sich das dann so: ... "Was ist ein Booking.com Preferred Hotel? Wir suchen unsere Preferred Hotels sehr sorgfältig aus und berücksichtigen dabei in besonderem Maße die Meinung der Hotelgäste. Mit den Preferred Hotels besteht eine Vereinbarung über ganzjährige Zimmerverfügbarkeit und bestes Preisangebot. Preferred Hotels erscheinen in den Suchergebnissen immer an vorderer Position und zahlen uns dafür eine höhere Kommission." Wie Herr Langhauser sagt: "Nicht jammern, handeln!"

Thomas Langhauser, Edenkoben
Thomas Langhauser, Edenkoben

19.01.2012 um 18:45

Betreff: Jammern nützt nichts!

Ich kann verstehen, dass wir uns alle über HRS aufregen. Doch was ist mit den Anderen? Habe wir HRS nicht fast dazu aufgefordert? Bookings, Venere und Co. nehmen seit langem 15% und dann gibt es noch Kollegen die freiwillig mehr bezahlen. Jetzt zu jammern nützt nichts. 1. Gäste aufklären. Mit Gästen darüber sprechen. Die fallen aus allen Wolken wenn sie hören, wer und wie viel da mitverdienen. 2. Ratenparität haben wir unterschrieben und daran halten wir uns auch. Aber Direkt-Bucher erhalten wenn möglich ein Upgrade und das ein oder andere Minibar-Getränk. Ich bin mal gespannt, wie viel unserer Kollegen sich bei der Online-Umfrage "Macht der Buchungsportale" mitmachen. Da müssten jetzt alle Server überlastet sein. Nicht jammern, handeln!

Zeev Rosenberg, Berlin
Zeev Rosenberg, Berlin

19.01.2012 um 16:32

Betreff: Rigoroses Vorgehen von HRS

Herr Nussbaum hat schon Recht. Wieder zeigt sich die Hotellerie von ihrer uneinheitlichen Art und Weise zusammen zu arbeiten und das eigene Interesse voran zu bringen. Lieber wird gemeckert und geweint anstelle der Angelegenheiten selbst in die eigene Hand zu nehmen. Was HRS macht ist aus deren Sicht klar. Die haben Angst, dass durch den Hotelfinder sie Geschäft verlieren und müssen deswegen die Lücke versuchen zu klären. Wieso geht die Hotellerie nicht einen Weg und guckt was sie besser und gemeinsam gegen die OTA?s machen können. Wieso müssen wir Ratenparität haben, wieso müssen wir die Kommissionsspiele mitmachen und wieso unterbieten sich die Hoteliers gegenseitig und versuchen immer wieder die Preise noch mehr zu senken (wie in Berlin). Es ist an der Zeit, dass die Hotellerie sich zusammen gegen OTA?s und weitere Interessen richtig zusammenschließt. Die neue Hotelplattform (roomkey.com) ist zwar nett, wird aber nicht viel ändern, es ist nur ein verzweifelter Versuch um die Eigentümer und Franchisenehmer zu besänftigen (wegen den hohen Kommissionskosten). Wichtiger ist es, gerade mit dem Hotelfinder von Google, dass die Hotels Ihre eigenen Webseiten und die Raten immer aktuell halten um dadurch das Geschäft direkt zu generieren und die OTA?s versuchen zu schwächen. Die Hotellerie hat den Dehoga sowie den IHA, beide sollten von den Hotels besser genutzt werden um die Interessen erfolgreich zu vermarkten, zu vertreten und besser sowie noch positiver zu präsentieren. Je mehr die Hotellerie schweigt oder nicht reagiert desto mehr werden es die OTA?s diese Situation aus nutzen und mehr von den Hotels verlangen.