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Systemgastronomie

Stehen auf Nudeln: Klaus Schöning (links) und Volker Göhner sind die Macher des Pasta Babys

Raphaela Kwidzinski

Expansion

Pasta Baby nimmt Fahrt auf

17. August 2012
von  

STUTTGART. Dienstag Vormittag, halb 12. Die ersten Gäste kommen in die Nudelbar Baby in der Stuttgarter Marienstraße und bestellen sich Pasta und . Der Mitarbeiter hinter der Theke wirft die selbst gemachte Pasta ins Wasser, füllt sie danach in einen Pappbecher, verfeinert sie mit Soße und reicht noch ein Getränk dazu. Innerhalb von fünf Minuten hat der Kunde das Lokal wieder verlassen, Pasta und Salat im Gepäck.

„Gesund, schnell und günstig“, umreißt das Konzept der Pastabar, die er zusammen mit Ende Mai eröffnet hat. Vier selbst gemachte Pastasorten – Rigatoni, Campanelle, Gemelli und Dinkel-Rigatoni – können die Gäste mit acht verschieden Soßen kombinieren, etwa klassisch mit Tomate-Basilikum oder exotisch Gorgonzola-Mango. Dazu gibt es neun verschiedene Salate – mehr steht nicht auf der Karte. Aber das kommt gut an.

Ab 12 Uhr herrscht im Pasta Baby dann Hochbetrieb. „In den Mittagsstunden machen wir zurzeit 60 bis 80 Prozent unseres Tagesumsatzes“, sagt Göhner. Trotzdem beträgt die Wartezeit für den Gast meist nur wenige Minuten. Denn alle Abläufe sind systematisiert und für das PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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einfach zu lernen. „In der Stoßzeit setzen wir viel Personal ein, auch Aushilfen, danach bauen wir wieder drastisch ab“, sagt Göhner. Das muss er auch, um die Preise für die Gerichte so günstig halten zu können. Zwischen 4,90 und 5,90 kostet eine Portion Nudeln mit Soße, eine halbe Portion gibt es schon für 3,50 Euro. Doch auch die Art des Essens spielt bei der Preisfindung eine Rolle. „Die Bezugskosten für Pasta und Salat sind sehr gering“, sagt der Inhaber, „außerdem machen wir unsere Pasta selbst.“ Aus 10 Kilogramm Hartweizengries könne er 70 Portionen Nudeln machen.

Mit den günstigen Preisen schafft es Göhner auch, mit den benachbarten Fast-Food-Betrieben zu konkurrieren. Das Pasta Baby befindet sich zwischen McDonald’s und Pizzahut, auch zahlreiche Dönerläden sind in der Umgebung. Die Straße ist sehr belebt, die meisten Passanten kommen nicht zum Shoppen, sondern zum Essen hierher. „Mit Sicherheit bleibt der ein oder andere bei uns hängen, weil es einfach eine Alternative zu ungesundem Fastfood ist“, sagt Göhner. Und weil das Restaurant gestalterisch gekonnt in Szene gesetzt ist...

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