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Ulrich Vollmer: „Kompetenzen und Stärken erkennen und fördern.“

© Kolpingwerk Deutschland

Gastbeitrag

Perspektiven für Flüchtlinge

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2016/9 vom 5. März 2016

Der Ausbildungsmarkt bietet bekanntermaßen hinreichend freie Stellen, gerade im Bereich der Gastronomie und der Hotellerie. Somit sind die Chancen gut, junge in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren.

Zumindest theoretisch. Denn in der Praxis gibt es einige Stolpersteine – so zum Beispiel das Thema „Volljährigkeit“. Das Erreichen der Volljährigkeit darf nicht dazu führen, dass Fluchtwaisen – also unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – aus dem Fördersystem der Jugendhilfe herausfallen. Bis zum AbschlussBezeichnung für die letzte Stufe im Verkaufsprozess.
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einer qualifizierten Schul- und Berufsausbildung muss dieses Fördersystem weiterhin bedarfsweise zur Verfügung stehen. Viele Jugendämter sind bereits problembewusst, allerdings bereiten die rechtlichen Unschärfen Anwendungsprobleme.

Auf Bundesebene wurde durch den Paragraphen 41 des Achten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB VIII) dazu eine „Soll“-Vorschrift erlassen, die Kommunen in die Lage versetzt, nachhaltig zu denken und zu handeln. Der Bund müsste aber im Sinne der Fluchtwaisen eine durchgehende und rechtssichere Lösung beschreiben.

Bei aller Problematik des Fachkräftemangels gerade im Hotel- und Gaststättengewerbe: Zunächst einmal kommen Menschen mit unterschiedlichen Fähig- und Fertigkeiten zu uns. Ihre Kompetenzen und ihre Stärken gilt es zu erkennen und zu fördern. Gemeinsam mit ihnen muss nach Beendigung der Schulbildung ein geeigneter Ausbildungsplatz gefunden werden. Nicht jeder kann Schlosser werden, nicht jeder ist für das Dienstleistungsgewerbe geeignet.

Der Übergang von Schule und Beruf gilt auch für deutsche Jugendliche als große Herausforderung. Ihnen stehen eine Reihe von Förderinstrumenten zur Verfügung, zum Beispiel die Berufsausbildungsbeihilfe, die ihnen ein betreutes Wohnen in der Fremde ermöglicht.

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