Samstag in der AHGZ: Ratenparität
Preisfrage spaltet die Branche
STUTTGART. „Ratenparität über unterschiedliche Zielgruppen schränkt die Freiheit der Hoteliers ein“, sagt Ognjen Zeric, Geschäftsführer des Lastminute-Zimmervermittlers Justbook.
Mit seiner Meinung steht Zeric nicht allein da. Zurzeit prüft das Bundeskartellamt, ob die Best-PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
weiter mit Mausklick...-Klausel von HRS – die Forderung nach dem gleichen Preis auf allen Kanälen – rechtswidrig ist. Sollte dies der Fall sein, müssen HRS und andere Buchungsportale diese Forderung aus ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen herausnehmen.
Und was sagen Hoteliers? „Die Ratenparität muss aufgehoben werden. Denn ich möchte als Hotelier selbst entscheiden, was ich zu tun habe“, sagt Michael Strauß, Direktor des Parkhotels Bad Homburg.
Doch es gibt auch andere Stimmen. Antje Warthmann, Verkaufsleiterin des Abacco Hotels in Korntal-Münchingen, befürchtet einen Preissturz auf dem Hotelmarkt, also sinkende Zimmerpreise. „Wenn die Ratenparität wegfällt, wird es immer wieder welche geben, die die Rate nach unten drücken ..." ... mehr zum Thema lesen Sie am Samstag in der AHGZ.

Martin Gahn, München
14.06.2012 um 16:32
Betreff: Ratenparität
Natürlich soll der Hotelier, die Entscheidung über den Preis selbst treffen können. Aber ist es wirklich sinnvoll, sich nicht der Ratenparität zu stellen? Generiere ich dadurch nicht lästige Diskussionen mit dem Gast und leidet dadurch nicht die Glaubwürdigkeit gegenüber treuer Stammgäste? Der Preisbazar sollte in Deutschland endlich ein Ende finden. Hoteliers sollten sich auf deren Produkt konzentrieren und versuchen, deren USPs und vor allem Mehrwert für den Gast richtig und ansprechend zu kommunizieren. Dann klappt es auch mit der Parität.