Hygiene-Check im Gastgewerbe (1)
Prüfer wittern kleinste Mängel
STUTTGART. Neulich im Café: Für Gäste hat die Serviererin keinen Blick. Sie wählt gerade den Notruf, weil es in der Küche brennt. Wenig später rückt die Feuerwehr an. Polizeiautos sperren die Straße ab. Allen Beteiligten wird das „EventInszenierte Veranstaltung in meist außergewöhnlicher Umgebung , die Gäste durch ihre emotionale Ansprache aktivieren soll.
weiter mit Mausklick...“ unvergesslich bleiben. Erst recht der Wirtin, denn die Rechnungen für den Feuerwehreinsatz folgte prompt. Der Grund für das Desaster: Der Ölabscheider in der Küche hatte Feuer gefangen, weil er nicht ordnungsgemäß gereinigt worden war. Das stete Mahnen, die HygienevorschriftenGemäß EU-Hygienerecht alle Vorkehrungen und Maßnahmen, die notwendig sind, um ein unbedenkliches und genusstaugliches Lebensmittel zu gewährleisten.
weiter mit Mausklick... ernst zu nehmen, hat also durchaus seine Berechtigung.
Nicht nur in den öffentlichen Räumen müssen Gäste das Gefühl absoluter Sauberkeit haben, erst recht greift das Thema hinter den Kulissen an den hochsensiblen Stellen in Theken- und Schankanlagen, Küchen-, Lager- und Sanitärräumen. Und nisten sich Schädlinge im Keller ein, krabbeln sie schnell auch im Gastraum übers Frühstücksbuffet.
Prävention statt Repression
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Dass die bundesweite Hygiene-Ampel vom Tisch ist steht dafür, dass die sachlichen und juristischen Argumente des DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick... Bundesverbandes bei den Politikern Wirkung gezeigt haben. Wie der stellvertretende Geschäftsführer Stephan Büttner sagt, „gibt es keinen weiteren, gesetzgeberischen Handlungsbedarf in Bezug auf die Anforderungen an die Hygiene.“ Enthalten doch die europäische Lebensmittelhygieneverordnung sowie die spezielle Hygieneleitlinie für die Gastronomie alle wichtigen Vorgaben. Die Einhaltung unverzichtbarer Hygiene-Standards bleibt ein Muss, aber, so Ulrich Brandl, Chef des DEHOGA Bayern: „Es geht um Prävention statt Repression.“ Schmuddelbetriebe schaden Gästen wie Mitarbeitern und dem gesamten ImageMehr oder weniger bewusste, vereinfachende Beurteilungen eines Meinungsgegenstands durch ein Individuum, die in ihrer Verfestigung als mehrdimensionales Einstellungskonstrukt Handlungs- und Verhaltensrelevanz gegenüber einem Imageobjekt gewinnen.
weiter mit Mausklick... der Branche.
Ein weiterer Grund, sich nicht zurückzulehnen ist die künftige Möglichkeit, Hygieneverstöße im Internet zu veröffentlichen: Wenn am 1. September das neue Verbraucherinformationsgesetz in Kraft tritt, werden Hygieneverstöße, die ein Bußgeld von mehr als 350 Euro erwarten lassen, auf der Website der prüfenden Kommune veröffentlicht. Dieses „öffentliche Anprangern“ ist aber nur eine Seite der negativen Auswirkungen mangelhafter Hygiene, eine weitere beschreibt Maria Revermann, Lebensmittelwissenschaftlerin und Fachberaterin: „Wo nicht hygienisch gearbeitet wird, verderben Lebensmittel. Das hat auch finanzielle Verluste zur Folge.“ Die Gesetze, Ergänzungen und Anleitungen sind für Verantwortliche in der Lebensmittelwirtschaft grundsätzlich Pflicht. „Hygiene-Leitlinien und DIN-Vorschriften dienen als praktische Unterstützung. Zudem werden vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und vom Robert Koch-Institut (RKI) Merkblätter und Empfehlungen veröffentlicht, die als Hilfestellung nützlich sind“, so Revermann.
Damit im Alltag der Überblick nicht verloren geht, ging der DEHOGA Bundesverband in die „Hygiene-Offensive“ und entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure (BVLK) und der BerufsgenossenschaftZwangsverband der versicherungspflichtigen Unternehmer mit der Aufgabe, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten und die Verletzten/Erkrankten sowie ihre Hinterbliebenen zu entschädigen.
weiter mit Mausklick... Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BNG) das „DEHOGA-Hygiene-Paket“. Maria Revermann: „Das Konzept hat den Vorteil, dass dort aus der Branche für die Branche gesprochen wird.“
Hygiene-Paket für Praktiker
Waldemar Fretz vom Hotel-Restaurant Hoepfner Burghof in Karlsruhe, hat das Thema im Griff: „Wir halten uns an die Regeln, die in der DEHOGA-Hygieneleitlinie definiert sind und haben im Betrieb klare Verantwortlichkeiten festgelegt.“ Das Konzept der Hygiene-Offensive hat er in seiner Funktion als Fachbeiratsvorsitzender im DEHOGA und als Vorstandsmitglied des Landesverbandes Baden-Württemberg mit entwickelt. Den Nutzen kann Fretz jetzt im eigenen Unternehmen erleben, bietet das Hygiene-Paket im täglichen Betrieb doch klare Vorteile. Es enthält neben der Hygiene-Leitline eine Schulungsbroschüre, ein Merkblatt und Checklisten. Diese Kombination ist eine gute Verbindung von Theorie und Praxis. An den von den DEHOGA-Kreisstellen in Baden-Württemberg organisierten Schulungen nahmen seit März mehr als 5000 Betriebe und Mitarbeiter teil.
Auch der Party-Service von Benno Eisermann in Celle arbeitet ausnahmslos mit den DEHOGA-Checklisten: „Die vorgeschriebenen, gesetzlichen Dokumentationspflichten lassen sich so einfach und praktisch umsetzen!“
Fazit: Die DEHOGA-Offensive macht die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zum Thema Hygiene so leicht wie möglich. Die entwickelten Vorlagen des Pakets zu Lebensmittelhygiene und HACCP sind übersichtlich und verständlich. Wer sich an die Vorgaben hält, ist praktisch wie juristisch auf der sicheren Seite und muss keine Kontrollen fürchten. Dieses Engagement kommt Betrieben wie Gästen zugute und stärkt die Glaubwürdigkeit der Branche.



