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Risiko: Mit Rabattaktionen senken Hoteliers die Durchschnittspreise und das Image ihres Hauses Foto: Colourbox

Couponing

Rabattaktionen bergen Risiken

8. Juni 2012
von  

BONN/STUTTGART. 50 Prozent RabattEs werden vier Gruppen unterschieden: Mengenrabatte, Zeitrabatte, Treuerabatte Bonusprogramme als Mischform von Mengen- und Treuerabatt.
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plus 20 bis 50 Prozent ProvisionVergütung für die erfolgreiche Vermittlung einer Reiseleistung eines Reiseveranstalters oder eines Einzelleistungsträgers durch den Reisemittler.
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– kann ein Hotelier da wirtschaftlich arbeiten? „Nein, aber er kann als Marketing-Instrument sehen“, findet  Katja Remus, Leiterin Marketing & Verkauf bei der Solutions Group.

Beim Deutschen Online-Hotel-Kongress im Kameha Grand Bonn erläuterte sie, welche die Vor- und Nachteile des Deal-Geschäfts in der Hotellerie sind. „Mit können Sie das Hotel zu buchungschwachen Zeiten besser auslasten, Ihre Marke bekannter und Neukunden auf Sie aufmerksam machen“, so Remus. Außerdem sind Zusatzverkäufe im Haus möglich, etwa im Restaurant oder im WellnessEigenständiges Wort, das in der englischen Sprache seit mindestens 350 Jahren existiert und sich nicht - wie immer wieder behauptet - aus den Begriffen "wellbeing"und "fitness"zusammensetzt.
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-Bereich. Allerdings: Die Provision bei den Couponing-Anbietern ist mit 30 bis 50 Prozent vergleichsweise hoch, die Gewinnmarge verringert sich durch Rabatt und die hohe Provision erheblich – wenn überhaupt, nach Deckung der Fixkosten, noch etwas hängen bleibt. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Deal kein hochwertiges Publikum, sondern eher Schnäppchenjäger ansprechen, die nicht bereit sind, während des Aufenthalts zusätzlich Geld im Hotel auszugeben und die auch kein zweites Mal kommen, weil sie den Normalpreis nicht zahlen wollen.

Nichtsdestotrotz hat Remus für das Best Western Hotel am Münster in Breisach kürzlich einen Deal bei eingestellt: Zwei Übernachtungen für zwei Personen mit einem Candle-Light-Dinner für 199 Euro statt 399 Euro. Insgesamt wurden 40 Gutscheine verkauft und auch eingelöst. Das FeedbackJede Art von Rückmeldung, die anzeigt, ob eine andere Person ein bestimmtes Verhalten oder eine sprachliche Äußerung verstanden hat und darauf reagiert.
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des Hotels: Die Gäste passten von Alter und Struktur gut zum Gästemix des Hotels, die Nebenumsätze waren jedoch eher durchwachsen und die Abrechnung aufwendiger. In einem Fall gab es sogar eine KannibalisierungEffekt, der eintritt, wenn ein Unternehmen sein eigenes Angebot beispielsweise durch Niedrigpreise mit sich selbst in Konkurrenz setzt.
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: Ein Gast war bereits in der Gästedatei des Hotels bekannt. Und wie sah die Einnahmenseite aus? Nach Abzug von Provision, Mehrwertsteuer), ^ Umsatzsteuer.
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und variablen KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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inklusive Warenkosten sind für das Hotel von den 199 Euro des Deals 40 Euro übrig geblieben.

Remus empfiehlt den Hoteliers, bevor sie einen Deal abschließen, genau zu kalkulieren, die Kapazitäten richtig zu planen und die Anzahl der Deals und den Angebotszeitraum zu begrenzen. Und die Expertin warnt davor, Deals zum Alltagsgeschäft zu machen: „Strategisch funktioniert eine generelle Rabattierung nicht, es kann nur eine Ergänzung im Marketing sein.“

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Leser-Kommentare zum Artikel (2)

Torsten Neumaier, Berlin
Torsten Neumaier, Berlin

12.06.2012 um 13:59

Betreff: längst bestätigt...

groupon & co. bringen einem hotel vielleicht kurzzeitig gäste und diese kommen, wenn die preise wieder regulär sind, nicht wieder.
eher macht sich ein hotel die angestammte gästeklientel kaputt, weil diese mit den schnäppchenjäger kollidiert. erklären muss es dann die sales managerin den stammfirmen, warum die als jahrelange treuehalter ein mehrfaches zahlen.
preisparität wird unterlaufen, vertrauen zerstört und jeder gast spürt so oder so, ob ein hotel seine leistungen verkaufen will oder muss.
schnäppchenjäger konsumieren ganz anders und sind immer auf der suche. daher eher zu vergleichen mit dem schwarm heuschrecken...
in berwertungsportalen ist zudem die oft negative darstellung dieser gruppe auffällig.

Irina Bernert, Köln
Irina Bernert, Köln

08.06.2012 um 10:01

Betreff: Couponing: Erfolg mit dem Spezialisten

In Deutschland ist der Spartrieb stark ausgeprägt, vor allem bei der Urlaubsplanung. Das gilt für sämtliche "Gästeschichten". Folglich ist der Schluss, dass Couponing-Aktionen nur bestimmtes Publikum anziehen, nicht richtig. Hotelgutscheine sind, wie im Artikel auch beschrieben, ein ideales Instrument, um belegungsschwache Zeiten zu füllen und Leerstände zu vermeiden. Immerhin steuert der Hotelier die Auslastung selbst, da die Buchung des Aufenthaltes direkt im Haus erfolgt. Dem Argument, dass Couponing in einem erfolgreichen Marketingmix nicht fehlen darf, ist daher beizupflichten. Der Erfolg hängt allerdings von der Seriosität und der Expertise des Vermarktungspartners ab. Auch hinsichtlich der Rentabilität des Vertriebs von Hotelgutscheinen lohnt es sich für den Hotelier in jedem Fall, sich an den Experten zu wenden. In Deutschland ist das etwa der Kölner Reisevermittler ANIMOD, der bereits seit elf Jahren ausschließlich Hotelgutscheine vertreibt ? mittlerweile für über 800 Hotelpartner in 23 Ländern weltweit. Das Unternehmen setzt auf langfristige Beziehungen zu seinen Hotelpartnern und bietet dementsprechend umfassende Beratung und Service. Eine Mindestrabattierung gibt es hier zum Beispiel nicht. Dafür werden zahlreiche Vertriebskanäle zielgruppenspezifisch und produktgenau für die Hotelpartner erschlossen. Das Fazit ist daher: Hotelgutscheine sind ein wichtiges Marketinginstrument für die Hotellerie. Der finanzielle und werbliche Erfolg hängt aber von der Expertise des Vertriebspartners ab.

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