Ausland
Schweizer Hoteliers leiden unter starkem Franken
ZÜRICH. Die Schweiz war schon immer ein teures Pflaster. Doch für schöne Unterkünfte haben Gäste bereitwillig in die Tasche gegriffen. Jetzt machen sich Experten Sorgen um die Hoteliers, weil sich das Verhalten der Gäste ändert. Der hohe Kurs des Franken hält immer mehr Touristen aus der Alpenrepublik fern. "Bleibt unsere Währung so hoch, drohen bis zu 1000 Schließungen von Hotels", sagte Guglielmo Brentel, Präsident der Schweizer Hoteliers, den Medien.
Wanderferien für Urlauber aus Deutschland sind nun im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent teurer geworden. In den ersten fünf Monaten ging die Zahl der Übernachtungen von Deutschen und Niederländern um 8 Prozent zurück, die der Engländer um 6 Prozent. Zugespitzt hat sich die Lage in den vergangenen Wochen auch, weil die Schweizer selbst viel lieber im günstigen Mittelmeerraum Urlaub machen als Zuhause.
Aus Fernost hingegen steigen die Gästezahlen weiterhin, was Präsident Brentel etwas beruhigt. So haben die Übernachtungen aus Indien um 30 Prozent zugenommen, die der Chinesen ebenfalls. red/lef
