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Anton Hunger: Nur in Deutschland gibt es eine Wortschöpfung wie Sättigungsbeilage.

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Gastbeitrag

Spitzenküche, eine bedrohte Art

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2016/11 vom 19. März 2016

Johann Wolfgang von Goethe war ein Feinschmecker, er liebte die Küche der gehobenen Stände und hatte vom Land zwischen Bodensee und Neckar eine gute Meinung: „Lasst uns nach Schwaben entfliehen! Es findet süße Speise sich da und alles Guten die Fülle: Hühner, Gänse, Hasen, Kaninchen und Zucker und Datteln“, flötete des Dichters Reinecke Fuchs seiner Gemahlin ins Ohr. Na ja, die Datteln wuchsen auch vor zweihundert Jahren im kargen Stammland der Spätzlesesser nicht auf den Bäumen.

Anyway, wer heute Lust auf gebratenen Kalbskopf oder bretonischen Steinbutt hat, findet seine Küche in der ganzen Republik. Aber für die Spitzenköche wird die Luft eng. Globalisierte Weltbürger und einheimische Regelungswütige bedrohen die Meister am Herd in ihrer Existenz.

Das Kochgenie lebt nämlich nicht von seiner Kunst, es braucht fürs Überleben den Alkohol. Zwei Drittel müssen Wein und Spirituosen zum UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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beitragen, ein Drittel die Küche. Bei Sternelokalen ist das Verhältnis noch ungünstiger.

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