Vermischtes
Toupets, Gebisse & eine Schaufensterpuppe
KÖLN. Das kennt jeder Hotelier: Ob Kulturbeutel, Schlafanzug oder die Bettlektüre - jedes Jahr finden Zimmermädchen und Hausdamen bei der Reinigung der Gästezimmer unzählige Überbleibsel. Allein rund 645 Fundsachen sammeln sich pro Jahr und Hotel in den 17 deutschen Park Inn by Radisson Hotels an. Das meldet die Kölner Hotelgruppe EventInszenierte Veranstaltung in meist außergewöhnlicher Umgebung , die Gäste durch ihre emotionale Ansprache aktivieren soll.
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Auf Platz eins der Fundsachen: Bekleidung aller Art (50 Prozent), gefolgt von Ladegeräten für Handys oder Laptops (18 Prozent). Auf Platz drei kommen Kosmetik- und Pflegeartikel (14 Prozent). Sehr häufig werden außerdem Bücher, Zahnbürsten und Schmuck vergessen – so die Ergebnisse einer Umfrage in 17 Park Inn by Radisson Hotels in Deutschland.
Skurril: Reiskochtopf und 1000 Euro in der Unterhose
Doch längst nicht immer findet sich ein Besitzer für die Fundsachen. Wohl auch deshalb, weil außer Alltagsgegenständen, deren materieller und ideeller Wert gering ist, in den „Asservatenkammern“ der Park Inn by Radisson Hotels auch häufig skurrile Gegenstände auf ihre Abholung warten: Toupets, Gebisse, eine Unterhose mit eingenähten Geldscheinen im Wert von 1000 Euro sowie diverse erotische Accessoires – die Liste ist lang.
Nicht schlecht staunte ein Zimmermädchen, als es ein Paar Basketballschuhe in Größe 53 fand. In einem anderen Fall hinterließ ein Gast dem Reinigungspersonal einen Reiskochtopf, randvoll mit Reis gefüllt. Auch eine einsame Schaufensterpuppe blieb in einem der Gästezimmer zurück – ihr Besitzer meldete sich nie. Anders bei den Eheringen, die ebenfalls regelmäßig im Hotel vergessen werden: Ihr Verlust wird schnell bemerkt.
Nicht Vermisstes kommt unter den Hammer
Im Durchschnitt teilen nur etwa 25 Prozent der Eigentümer dem Hotel mit, dass sie etwas vermissen und den Gegenstand zurück wünschen. Die restlichen Fundsachen werden von den Park Inn by Radisson Hotels nach einer gesetzlichen Pflicht von sechs Monaten entweder versteigert, gespendet oder entsorgt. Manchmal darf sich auch der ehrliche Finder freuen, in den meisten Fällen also das Zimmermädchen. red/brg



