AHGZ - Das Fachportal für Hotellerie und Gastronomie

Anzeige

Gutes Gefühl: Hotelier Franz Wagnermayr ohne Schuhe Foto: Karin Gabler

Ideenbörse: Barfußweg

Über Stock und Stein

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/29 vom 14. Juli 2012
von  

SANKT ENGLMAR. Im August startet der in St. Englmar mit einem „Barfußweg der Sinne“. Noch ist das innovative Projekt des Sport- und Wellnesshotels im Bayerischen Wald nicht komplett fertiggestellt, der etwas zu feuchte Frühsommer hat die Realisierung verzögert.

Schon jetzt aber ist klar, dass dem Erfinder Franz Wagnermayr, der mit seiner Frau Maria zu den großen Wegbereitern im Wellnesstourismus in Deutschland zählt, eine weitere Attraktion gelungen ist. „Der typische Wellnessgast ist meist nur auf den Wellnessbereich im Haus fixiert“, erläutert Wagnermayr, „ich wollte, dass meine Gäste mehr hinaus ins Freie gehen, um sich dort zu bewegen und wieder die Natur zu spüren.“ Angedacht hat der gebürtige Österreicher seinen Barfußweg schon vor zehn Jahren, wirklich spruchreif wurde die Planung erst, als er zusätzlichen Grund direkt an der Angerwiese kaufen konnte. Nur dadurch war es ihm möglich, den „deutschlandweit abwechslungsreichsten Barfußweg der Sinne“ zu gestalten. „Letztlich müssen wir uns langsam wieder ein wenig von der nachrückenden Generation der Wellnesshotels abheben“, so der .

Der zirka 500 Meter lange Weg verfügt über 80 verschiedene Bodenbeläge und Materialien: mal Kieselsteine, mal große Steine, runde, eckige, mal flach gemauert, mal Gras, mal Steppe, auch umgedrehte Champagnerflaschen und Abschnitte, die wie natürliche Bachläufe angelegt sind. „Der soll animiert werden, nicht immer nur den bequemsten Weg zu gehen“, betont Wagnermayr mit Blick auf die nicht immer so angenehmen Empfindungen an den Fußsohlen. Ein Drittel des Weges wurde als „steiniger Gläserner Steig“ gestaltet – in Anlehnung an die bekannte Wanderstrecke an der Glasstrasse im Bayerwald, die an St. Englmar vorbeiführt. Dieser Teil lässt sich mit Hilfe durchschimmernder Glassteine und Glasskultpuren von unten und von der Seite beleuchten, so dass man ihn auch in der Nacht erwandern kann.

Rund um den Barfußweg sorgte die ansässige FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
weiter mit Mausklick...
Pohl zudem mit etwa 10.000 Heil- und Naturpflanzen für eine erlebnisreiche Gartenwelt. Weideröschen, Beinwell, Bärwurz und Katzenminze wurden gepflanzt ebenso wie Wildaster und Sumpfvergissmeinnicht. Für die Besucher gibt es kleine Schilder mit Erklärungen.

Familie Wagnermayr bindet den Barfußweg künftig in das permanente Aktivangebot des Hotels ein. Generell für Gruppen konzipiert, wird die Fitnesstrainerin des Hotels die Gäste über wechselnde Abschnitte führen. In der Mitte des Geländes entstand zudem ein Bewegungs- und Fitnesspark mit sechs großen Outdoorfitnessgeräten sowie Hanteln aus Holz und einem Qi-Gong-Platz. Dieses Areal, das für Schlechtwetterphasen überdacht wird, ist vor allem auch für Tagungsgruppen gedacht.

„Der Barfußweg wird sich im Laufe der Zeit natürlich ständig verändern – und in die Außenanlage sozusagen einwachsen“, sagt der Hotelchef. Er hat das Projekt persönlich geleitet. Gut ein Jahr lang wurde gepflanzt und gebaut, dabei investierte Familie Wagnermayr zirka 250.000 Euro, es war aber auch viel Eigenleistung erforderlich: „Wir waren manchmal mit bis zu vier Mann am Werk.“

Eine besondere logistische Herausforderung stellte sich dem Erfinder in punkto Reinigung. „So ein Weg muss ja laufend gepflegt und von Unkraut befreit werden. Da mussten wir viel testen, schließlich kann ich nicht mein PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
weiter mit Mausklick...
mit einem Beserl durchschicken…“ bemerkt er lachend. Offizielle Einweihung des Barfußweges ist im August.

Fazit: Franz und Maria Wagnermayr rechnen damit, dass ihre InnovationBezeichnung für die Suche nach Neuentwicklungen, Verbesserungen und Veränderungen der Unternehmensleistungen.
weiter mit Mausklick...
zu einem Anziehungspunkt für den ganzen Ort werden wird. Vor allem, weil sie in naher Zukunft das Areal komplett einzäunen und bei externen Besuchern ein wenig Eintrittsgeld verlangen wollen. Wagnermayr hat auch kein Problem damit, das Erlebnis kleineren anzubieten, die dann im ebenfalls neu errichteten EventInszenierte Veranstaltung in meist außergewöhnlicher Umgebung , die Gäste durch ihre emotionale Ansprache aktivieren soll.
weiter mit Mausklick...
-Stadl eine zünftige Brotzeit bekommen können.

ThemenalarmKommentierenDrucken
Auch interessant

Ahrenshof präsentiert Kunst auf dem Stillen Örtchen

Pfiffige Gastronomen wissen, wie sie sich von der Masse abheben. So auch Hans-Georg Brinkmeyer vom Ahrenshof in Bad Zwischenahn.  mehr...

Weitere Artikel der Serie "Ideenbörse"

Weitere Artikel zu den Themen:

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige