Marktdaten

Geselligkeit: Für viele Menschen ein Muss

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Studie

Wie Deutschland gerne isst

2. Februar 2016
 Christoph Aichele

FRANKFURT. Nachhaltig, kommunikativ, digital - diese Attribute rücken zunehmend in den Fokus, wenn es um Ernährung geht. Das ist ein Ergebnis der Nestlé-Studie „So is(s)t Deutschland“, die jetzt – nach 2009 und 2011 -- zum dritten Mal veröffentlicht wurde.

Zunehmender Wohlstand, wachsendes Ernährungs- und Gesundheitsbewusstsein und Zeitknappheit tragen dazu bei, dass der Umgang mit Lebensmitteln immer stärker von sozialen und ethischen Kriterien geprägt wird, heißt es bei . Gleichzeitig werde Essen zum Genussfaktor: 53 Prozent der Menschen in Deutschland kaufen oder bestellen mehr qualitäts- als preisorientiert, 64 Prozent betrachten ein gutes Essen als Belohnung – ein deutlich gestiegener Wert, denn 2011 waren es nur 42 Prozent.

Angesichts demografischer Veränderungen ist die Zahl der daheim im Familienkreis eingenommenen Mahlzeiten rückläufig. Gleichzeitig rückt das warme Abendessen, zuhause oder im Restaurant, in den Mittelpunkt, wobei immer mehr Befragte den Punkt „Geselligkeit“ als entscheidendes Motiv für den Außer-Haus-Verzehr nennen.

Der Austausch mit anderen, auch das ein Ergebnis der , findet überdies zunehmend im Netz statt, immer mehr Menschen wollen anderen mitteilen, was sie essen, wo sie essen, wie sie es zubereiten oder wie es serviert wird.

Zurück zu den Produkten und Zutaten: Artgerecht Tierhaltung und Verzicht auf Gentechnik sind für 53 Prozent der Befragten ein Kriterium für Qualität. Es folgen Geschmack, Lebensmittelsicherheit und der Verzicht auf Zusatzstoffe. Für 35 Prozent der Befragten ist fairer Handel ein Qualitätskriterium, 2011 waren es nur 16 Prozent. Deutlich abgeschlagen: Bio-Labels. Nur für 13 Prozent sind diese ein Qualitätswegweiser.


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Leser-Kommentare zum Artikel (2)

franziska schumacher, kemenesmagasi
franziska schumacher, kemenesmagasi

03.02.2016 um 18:58

Betreff: Qualität beim Essen

ich hoffe sehr, dass diese Ergebnisse den Gastronomen endlich Mut machen auf ein klares Konzept zu setzen - nicht mehr es allen recht zu tun. Weniger ist immer mehr! Emotion schlägt Preis - endlich! Also: Speisekarte entrümpeln und damit auch gleich bessere Betriebsergebnisse einfahren.

Lita Haagen, Bad Driburg
Lita Haagen, Bad Driburg

03.02.2016 um 12:41

Betreff: Qualität und Wahrnehmung

Das entspricht vollkommen unserer Erfahrung.
Auch dann, wenn die Gastgeber anfangs zögern, einander noch unbekannte Gäste bei einer Veranstaltung zusammen an einen Tisch zu setzen.
Sie kommen alle durch die vielfältigen Anregungen der Show miteinander ins Gespräch und sind glücklich über die zwanglos geförderte Geselligkeit.
Die Qualität des Essens wird nicht mehr allein durch den Geschmack definiert, das zeigen die Gespräche unter den Gästen sehr deutlich.

Sie sind mehr und mehr bereit, ethische und gesundheitliche Aspekte der Speisen und des ganzen Restaurant Konzeptes zu honorieren.
Das wirkt sich auch auf die Wahrnehmung der Qualität aus.

Ein heiteres Gewissen und das Bewusstsein von Wertigkeit steigert ebenso wie die Geselligkeit das Genusserlebnis.

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