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Aufatmen: Diese Karte ist nicht echt

© La Table Suisse / Youtube

Medien

Wirbel um Katzen- und Hundefleisch-Restaurant

16. Februar 2016
 Christoph Aichele

BERN. Katzenrücken mit Patatli und Kräuter-Seitlingen oder auch Mostbröckli vom Hund, eine Art Bündnerfleisch - mit "Spezialitäten" wie diesen warb der Patron und Küchenchef des Schweizer Restaurants La Table Suisse in einem aufwendig gemachten Video, das in Social-Media-Kanälen wie Youtube kursierte und bei Tierschützern für Bestürzung sorgte.

Doch bei dem vermeintlichen Skandal handelt es sich um ein Video des Vegetarierbundes Deutschland und der Initiative Beyond Carnism. Weder den Koch noch das Restaurant gibt es. Ziel des Clips war es, aufzuzeigen, welche Ungereimtheiten es beim Fleischkonsum gibt - schließlich seien Nutztiere wie Schweine oder Rinder den vierbeinigen Lieblingen ebenbürtig, wenn es um Intelligenz und Sozialverhalten geht, heißt es bei den Initiatoren.

Die Message kam offenbar an: "Tausende hinterließen in sozialen Netzwerken Kommentare, ein regelrechter Shitstorm wurde losgetreten", meldet beispielsweise das Onlineportal der tz München. Dass in asiatischen Ländern wie China, Nordvietnam und Korea, aber auch in Südamerika Katzenfleisch regelmäßig auf der Karte steht, fand dabei kaum Erwähnung. Ebensowenig, dass Katzen auch hierzulande in Notzeiten bis ins 20. Jahrhundert hinein in den Kochtopf wanderten. In Großbritannien wurden sie sogar „Roof-Rabbits“ (Dachhasen) genannt.

Den vollständigen Clip gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=MX7VlUuApC8


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