Editorial
Wirtschaft und Politik
Gemessen an der Zahl der Hotelbetriebe und der Zimmerkapazitäten ist die deutsche Hotellerie mittelständisch und kleinbetrieblich aufgestellt. Wenn es allerdings um die Umsätze geht, verliert sie an Dominanz. Denn der Anteil der MarkenhotellerieHotelgesellschaften und -gruppen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und vom Gast als Marke wahrgenommen werden.
weiter mit Mausklick..., zu der die Ketten gehören, wird auf mehr als 50 Prozent geschätzt. In den größeren Städten ist er noch höher.
Vor diesem Hintergrund sind die neuesten Zahlen der Top 50 umsatzstärksten Hotelgesellschaften zu sehen. Laut AHGZ-Ranking hatten die Hotelgruppen 2011 einen Nettogesamtumsatz von 7,08 Mrd. Euro. Das heißt: Ihr Marktanteil am Gesamtumsatz des klassischen Beherbergungsgewerbes betrug 37,5 Prozent. Das ist nicht ganz so viel wie 2010, denn die Steigerungsrate fällt mit 5,4 Prozent niedriger aus. Was daran liegt, dass der Markt 2009 wegen Finanzkrise und abflauender Konjunktur eingebrochen war. Davon hat sich die Hotellerie und das gesamte Gastgewerbe erholt, wobei diese Erholung ihren Zenit überschritten hat.
Dies geht aus den Erwartungen für das laufende Jahr hervor, aber auch aus den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach hat das Gastgewerbe von Januar bis Mai real nur 0,5 Prozent mehr umgesetzt als 2011, im Mai sogar 0,7 Prozent weniger. All dies Folge des sich eintrübenden Wirtschaftsklimas.
In dieser Lage kommt es umso mehr auf günstige Rahmenbedingungen an. Die wachstumshemmende Attacke der schleswig-holsteinischen Landesregierung auf den reduzierten Steuersatz stimmt da nicht gerade froh. Eher die Entwicklung bei der Bettensteuer: Die wird nämlich nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in einigen Städten erstmal ausgesetzt. Andere sinnen über neue Geldquellen nach, etwa Abgaben für einen Tourismusfonds. Und auch bei der Hygieneampel kann teilweise Entwarnung gegeben werden. (Seiten 2, 3 und Der Hotelier)

