Insolventer Tourismusverband Oberbayern
Wirtschaftsminister Zeil rechnet mit Neustart
von Astrid Filzek-Schwab
MÜNCHEN. Der vergangene Woche in die InsolvenzZahlungsunfähigkeit eines Unternehmens oder einer Privatperson .
weiter mit Mausklick... gegangene TourismusverbandInteressenszusammenschluss von Unternehmen und Körperschaften der Tourismusbranche -meist als internationaler/nationaler Dach- oder Fachverband.
weiter mit Mausklick... Oberbayern wird sich bis Ende des Jahres auflösen (AHGZ.de vom 10. Oktober). Nachdem vor rund zwei Monaten Missbrauch von Fördergeldern bekannt geworden waren, verhängte das Bayerische Wirtschaftsministerium aus EU- und haushaltsrechtlichen Gründen einen Förderstopp und ordnete eine sogenannte 100-Prozent-Prüfung des Verbandes an. Der größte deutsche Tourismusverband mit rund 300 Mitgliedern hatte jahrelang EU-Förderbestimmungen verletzt. Ein sofortiges Aus wurde vermieden, weil sich die Mitglieder, darunter die Stadt München, Kommunen und Verbände zur einmaligen Zahlung von 250.000 Euro bereit erklärt hatten.
Jetzt allerdings ging die RechnungJede Urkunde, mit der ein Unternehmer oder in seinem Auftrag ein Dritter eine Lieferung oder sonstige Leistung gegenüber einem Leistungsempfänger abrechnet, gleichgültig, wie diese Urkunde im Geschäftsverkehr bezeichnet wird .
weiter mit Mausklick... nicht mehr auf, weil sich die Aufarbeitung der Vorgänge weiter hinzieht und außerdem noch die Rückzahlung der unkorrekt verwendeten Fördergeldern ansteht. „Die Regierung von Oberbayern hat die Prüfung bezüglich Unregelmäßigkeiten bei der Fördermittelverwendung aufgenommen, parallel dazu ermittelt die Staatsanwaltschaft München wegen Verdachts auf Subventionsbetrug. Die Ergebnisse der Ermittlungen bleiben abzuwarten“, so ein Pressesprecher des Staatsministeriums zur AHGZ.
Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) appelliert an alle Beteiligten, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die Trägerschaft des Tourismusmarketings in Oberbayern auch in Zukunft sicherzustellen. „Der Schlüssel zur Lösung liegt bei den Gemeinden, Landkreisen und den übrigen bisherigen Mitgliedern des Tourismusverbands. Sie stehen in der Verantwortung und werden, davon bin ich überzeugt, auch in dieser schwierigen Phase zu ihrem Verband stehen und einen Neubeginn starten.“ Zeil betont, dass das Wirtschaftsministerium den Verband im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten nach Kräften unterstützt: „Die Bayern Tourismus Marketing GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
weiter mit Mausklick... (by.TM) wird aushilfsweise und einmalig im Jahr 2013 den oberbayerischen Anschließern, die auf ihre Destinationsmarke vertrauen, eine Präsenz auf den wichtigsten inländischen Publikumsleitmessen für das Reisegeschehen bieten. Das sind die CMT Stuttgart, Reisen Hamburg, f.re.e München und ITB Berlin.“ Laut Zeil bedeute die Insolvenz nicht das Ende des traditionsreichen oberbayerischen Tourismusverbandes. Gefordert sei jetzt ein tragfähiges Zukunftskonzept. Derzeit hat der Verband laut Staatsministerium 4 Mitarbeiter, deren Verantwortung die Erledigung der Aufgaben des Verbandes ist.
Die Insolvenz des Tourismusverbandes sei gerade vor dem Hintergrund der sehr positiven Entwicklung des bayerischen und oberbayerischen Tourismus bedauerlich. „Die Destination Oberbayern ist ein touristisches Premium-ProduktBezeichnung für am Markt angebotene Wirtschaftsgüter .
weiter mit Mausklick..., das seit Jahren beeindruckende Wachstumszahlen aufweist und 2012 auf ein Rekordergebnis zusteuert. In den ersten acht Monaten 2012 stieg die Zahl der Ankünfte nach Angaben des Statistischen Landesamtes mit 9,4 Mio. um weitere 5,7 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen lag mit 23,5 Mio. um 5,9 Prozent darüber, “ so der Wirtschaftsminister.
Der Verband werde nun abgewickelt und es soll eine neue Tourismusorganisation für München und Oberbayern, mit neuen Strukturen, aufgebaut werden. Einige Mitglieder wünschen sich ein privates Unternehmen. Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
weiter mit Mausklick... Bayern hat bereits angeregt, den Verband in vier kleinere Regionen aufzuteilen.
Der nun insolvente größte touristische Verband Deutschlands hatte bisher die Interessen von mehr als 300 Mitgliedern gebündelt. Seit 2007 wurde er durch das Wirtschaftsministerium mit knapp 3 Mio. Euro gefördert. Fast 2,8 Mio. Euro bekam der Tourismusverband München-Oberbayern für Projekte im Marketingbereich. Zusätzlich gab es 165.000 Euro an Fördergeldern für andere Projekte.

