Tarifverträge

Keine Einigung: DEHOGA Hessen und NGG sind diese Woche ohne Ergebnis auseinander gegangen

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Tarifverhandlungen

DEHOGA Hessen und NGG ohne Einigung

29. Januar 2016

FRANKFURT/M. Die rund 154.000 Beschäftigten des Hessischen Gastgewerbes stehen vorerst weiterhin ohne TarifvertragZwischen den Tarifparteien schriftlich geschlossener Vertrag.
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da. Denn auch in der zweiten Verhandlungsrunde konnten der Arbeitgeberverband DEHOGA
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Hessen und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) keine Einigung erzielen.

Der bot dabei ein Plus von 2 Prozent bei den Gehältern und zudem zusätzliche Steigerungen bei den Ausbildungsvergütungen. Das ist der zu wenig. Sie forderte ein Plus von 6 Prozent und eine kräftige Erhöhung der Azubi-Gehälter „Eine Zuspitzung des Tarifkonflikts im Hotel- und Gaststättengewerbe Hessen ist deutlich zu spüren“, so Peter-M. Cox, der die Verhandlungen für die Arbeitnehmerseite führt. Sollte es zu keiner zeitnahen Verhandlungsbereitschaft kommen, schließe die NGG einen Arbeitskampf nicht mehr aus.

Der Arbeitgeberverband DEHOGA verweist hingegen darauf, dass die Gehälter in der Branche bereits in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen seien. Während der Verbraucherpreisindex von 2009 bis 2015 um insgesamt 7,1 Prozent anstieg, seien im hessischen Gastgewerbe die tariflichen Gehälter im gleichen Zeitraum um 15,6 Prozent angehoben worden. „Das sind spürbare Reallohnerhöhungen, wie sie wenige Branchen so geräuschlos umgesetzt haben wie wir“, sagt Verhandlungsführer der Arbeitgeberkommission und Präsident des DEHOGA Hessen, . Des Weiteren verwies der DEHOGA Hessen auf die kontinuierlichen Kostensteigerungen in den Betrieben, die die Investitionsfähigkeit der Unternehmen schwächten.

Der Verband kündigte jedoch an, in Qualität und Attraktivität der Ausbildung im Gastgewerbe und deren Wettbewerbsfähigkeit zu investieren. Die Vergütungshöhe sei dabei aber nur ein Baustein. Die sogenannte setze andere Prioritäten, insbesondere mit Blick auf ihre Gestaltungen von Arbeit und Privatleben. Eine innovative und auf Menschen angewiesene Dienstleistungsbranche müsse dies erkennen und gestalten. „Wir aber halten an Gesetzen fest, die aus anderen Zeiten stammen und uns heute jede Möglichkeit, uns neuen Bedürfnissen dieser Generation anzupassen, verwehren: ich meine das Arbeitszeitgesetz“, so Kink.

Ein neuer Verhandlungstermin zwischen den Tarifvertragsparteien ist noch nicht bekannt. red/rk


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