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Azubis gesucht: Eine Initiative soll das Interesse an einer Ausbildung in Deutschland wecken  Foto: Colourbox

Ausbildung

DEHOGA Sachsen-Anhalt holt junge Europäer nach Deutschland

14. August 2012
von  

MAGDEBURG/ROSTOCK. Der DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
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Sachsen-Anhalt nimmt die AkquiseVor-Verkaufsphase, in der versucht wird, neue Kunden zu gewinnen bzw.
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von Lehrlingen jetzt selbst in die Hand. Mehr als 100 Bewerber sollen noch bis Ende 2012 aus EU-Ländern nach Deutschland kommen. „Wir hören stets die Mär vom deutschen ‚Exportschlager Berufsausbildung’ aber niemand vermarktet sie in der Welt,“ empört sich DEHOGA-Präsident , „wenn jedoch niemand weiß, wie wir in unseren Betrieben junge Menschen ausbilden und damit ganze Generationen vor der Arbeitslosigkeit schützen, dann kommt auch keiner."

Unterstützung von Politik erhofft

Der Sachsen-Anhalt hat deshalb eine eigene in enger Zusammenarbeit mit der HWBR Hotelschule Rostock, die zugleich auch offizieller Betreiber der DEHOGA Fachakademie Sachsen-Anhalt ist, sowie über 30 europäischen Arbeitsvermittlungsagenturen gestartet. Dazu traf sich jetzt eine  Gruppe engagierter Unternehmer in Magdeburg, um gemeinsam letzte Details zu erörtern. „Wir sind nun monatelang auf allen politischen Ebenen auf der Suche nach Fördergeldern gewesen“, so Doepelheuer, „um überall die gleiche Antwort zu erhalten, dass Personalbeschaffung keine förderfähige Aufgabe des Staates sei. Trotzdem erhielten wir politische Unterstützung, um hervorragende Verbindungen in europäischen Regierungskreisen im Interesse unserer Sache aufbauen zu können.“

Erst Praktikum, dann Lehrvertrag

Mehr als 50 Hotels aus Sachsen-Anhalt nehmen jetzt eigenes Geld in die Hand, um nicht nur die Akquise, sondern auch die erforderliche Vorab-Ausbildung der jungen Europäer zu finanzieren. „Deutschkenntnisse müssen die Bewerber sowieso mitbringen, sonst laden wir sie gar nicht erst nach Deutschland ein“, macht Peter Pedersen, Geschäftsführer der HWBR Hotelschule Rostock, klar. „Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass die jungen Leute in ganz anderen Kulturkreisen mit anderen Gesetzen und Lebenslagen aufgewachsen sind. Dieses fehlende Wissen vermitteln wir in unseren speziellen Integrationskursen, bevor sie ihre Lehre in Deutschland beginnen.“ Dafür drücken die EU-Azubis zwei Wochen lang in Magdeburg und Rostock die Schulbank, um daraufhin ein acht- bis zwölfwöchiges Praktikum in ihrem künftigen Ausbildungsbetrieb zu absolvieren. Erst danach entscheiden sich Unternehmen und Bewerber endgültig, ob sie miteinander einen dreijährigen Lehrvertrag eingehen werden. Insgesamt, so die Initiatoren, werden sich die KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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für jeden erfolgreich eingestellten Auszubildenden auf zirka 2000 Euro belaufen.

Weitere Informationen  erteilen die HWBR Hotelschule Rostock, Telefon 0381/8070729, Email eu-azubis@hwbr.de, sowie die Landesgeschäftsstelle des , Telefon 0391/5617193, Email r.kauschus@dehoga-sachsen-anhalt.de. uju

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Leser-Kommentare zum Artikel (5)

A JK, Horschau
A JK, Horschau

15.08.2012 um 20:40

Betreff: Sie haben recht!!!

Leider sind wir zwei nicht die Mehrheit. Und als Demokrat muss man Mehrheitsentscheidungen akzeptieren.
Auch dann wenn die Mehrheiten fragwürdig zustande gekommen sind!?
Mitlerweile zweifel ich etwas daran.
Wie heißt es so schön:"Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, und man schneidet den Ast auf dem man sitzt nicht ab".

Es gibt aber Möglichkeiten die eine Änderung schnell herbeiführen würde, Ein Zielgerichteter Unternehmer-Flashmob würde in heutiger Zeit Medial aufmerksamkeit erreichen dem sich unsere Entscheidungsträger oder eher Gegner nicht so einfach entziehen könnten.
Leider sind wir nicht Legion.
Denn Legion sind viel.
Schönen Abend noch.

Helmut Scharfenort, Berlin
Helmut Scharfenort, Berlin

15.08.2012 um 18:03

Betreff: Sie haben recht!!

Hallo Herr Horschau,
dann sind wir klar einer Meinung. Ich verstehe das auch nicht.
Aber wenn jemand davon spricht irgendwie die Bezüge zu kürzen oder ganz zu streichen, dann wird man gleich als Unmensch abgetan und es werden die besonders traurigen Fälle aus der Schublade geholt, die vielleicht wirklich ohne Schuld in eine brenzlige Lage geraten sind, aber nicht die Mehrheit wider spiegeln.
Ich bin dafür das Schulabgänger überhaupt kein Geld vom Staat bekommen.


A JK, Horschau
A JK, Horschau

15.08.2012 um 16:53

Betreff: Herr Scharfenort

Zu Ihrer Frage!
Keinem!
Ich mache keinem einen Vorwurf, ich stelle nur fest. Das ist der entscheidende Unterschied.
Der DEHOGA Sachsen Anhalt hat meine volle Sympatie und Unterstützung es ist der richtige Weg. Aktuell Situation! Und den Ausländischen Jungendlichen kann ich nur zu Ihrer Entscheidung beglückwünschen. Wenn jetz noch ein Abschluß der Lehre erfolgt haben alle Beteiligten gewonnen. DÉHOGA, Unternehmen, Azubis.
Ich bin aber kein Schulterklopfer sondern sehe das dies der Weg des geringsten Wiederstandes ist denn es löst unsere Probleme nicht ansatzweise.
Wer bezahlt den für die jungen Menschen die nicht Ausbildungsfähig/willig sind? Meiner Ansicht nach wir alle. Kann man verschmerzen? Nein! Denn es ist damit noch nicht genug, diese Menschen finden auch später keinen Job um ihr leben selbst bestreiten zu können. Wir lindern aktuell unsere Probleme, richtig! Aber wir lösen sie nicht! Das wollte ich sagen. Und keinen Angreifen, das bringt eh nichts. Wenn keine Gelder mehr verteilt werden können, weil die die es erarbeiten nichts mehr abgeben wollen werden auch die Unwilligen zu Willigen.
Fördern und Fordern war mal ein toller Slogan!
Daraus wurde ein Geldtransfer der bequem macht aber keiner Gesellschaft etwas bringt.
Aber vieleicht können Sie mir erklähren, weshalb ein Azubi aus Mecklenburg eine Ausbildung in Baden-Würtemberg ablehnt, weil die entfernung unzumutbar wäre. Wir aber Azubis aus dem Ausland holen, was bei meinem geografiekenntnissen viel näher ist.
Und so lügen wir uns täglich in die eigene Tasche.

Helmut Scharfenort, Berlin
Helmut Scharfenort, Berlin

15.08.2012 um 11:47

Betreff: Was jetzt?

Hallo Herr Horschau,
wem machen Sie jetzt einen Vorwurf?
Den Jugendlichen die in Deutschland zu satt sind, weil ihnen alles vorgesetzt wird, den europäischen Jugendlichen die hungrig sind und nach Deutschland kommen oder dem DEHOGA Sachsen-Anhalt der diese (für mich gute Idee) ins Leben ruft? Nur weil es einer Generation zu gut geht, um etwas aus sich zu machen, kann man die deutschen Betriebe nicht ihrem Schicksal überlassen. Natürlich ist es nur ein Teil der Lösung, da Deutschland auch nichts davon hat wenn die Jugendlichen hier ausgebildet werden und danach wieder zurück gehen. ...aber es könnte auch sein das die Jugendlichen nach der Ausbildung hier bleiben, da sie in Ihrem Land keine Perspektive haben oder die Ausgebildeten gehen zurück, gründen eigene Unternehmen oder unterstützen ihre Unternehmen daheim, was natürlich auch ihrem Land hilft.

A JK, Horschau
A JK, Horschau

15.08.2012 um 03:11

Betreff: Willig will ich !

Wie schon vor einigen Monaten geschrieben, wer willig ist, dem kann man alles beibringen. Leider ist unsere Jugend nicht mehr willig oder nicht mehr hungrig sondern satt. Oder einfach nur zu bequem. Ein Glück das wir jetzt Europa haben mit vielen Arbeitslosen Jugendlichen. Leider löst das unsere Probleme in Deutschland nur bedingt, nur durch Leistung die uns eins stark machte nicht durch Austausch kann man die Ursache bekämpfen. Somit machen wir andere Europäer fit für die Zukunft, unsere Jugendlichen werden dann die zukünftigen Arbeitslosen im vereinten Europa.
Wie sagt man da noch gleich?
Toll!

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