Mindestlohn

Wollen mehr Spielraum: Jürgen Kirchherr, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Baden-Württemberg (links), sowie der Präsident Fritz Engelhardt.

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Jahresbilanz

Flüchtlinge schneller in den Arbeitsmarkt integrieren

DEHOGA Baden-Württemberg fordert rasche Maßnahmen seitens der Politik, auch bei der Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes.

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2016/8 vom 27. Februar 2016
 Alexandra Leibfried

STUTTGART. Die Zahlen sind erfreulich für das Gastgewerbe in . So sind Übernachtungen um 3,3 Prozent auf 50 Mio. und Umsätze um 2,2 Prozent auf 10 Mio. Euro in 2015 gestiegen. Und die Branche ist auch Jobmotor. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs stieg zwischen Januar und November 2015 um 1,8 Prozent auf rund 124.000. „Der Wachstumskurs ist ohne ausländische Mitarbeiter nicht möglich“, betonte , Vorsitzender des DEHOGA
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Baden-Württemberg bei der Jahrespressekonferenz auf der Intergastra.

So ist eine der wesentlichen Forderungen des Verbandes, Flüchtlingen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. „Die Branche kann Lösungsperspektiven bieten“, so Engelhardt. In den Betrieben werde erfolgreiche Integration gelebt. In den vergangenen fünf Jahren habe sich die Zahl ausländischer Mitarbeiter nahezu verdoppelt und liegt derzeit bei 47.310 Personen, davon fast 5200 aus Asylzugangsländern. Bei derzeit 4300 unbesetzten Stellen im Ländle appelliert der DEHOGA an die Politik, dass sich nach einem dreimonatigen Arbeitsverbot wie Deutsche oder EU-Bürger auf dem Arbeitsmarkt bewerben dürfen. Die sogenannte Vorrangprüfung solle für Asylbewerber mit einer realistischen Bleibeperspektive entfallen. Und Flüchtlinge, die eine Ausbildung beginnen, sollen sie nicht nur abschließen, sondern im Falle einer ÜbernahmeDies kann mit oder gegen den Willen des Managements erfolgen.
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durch den Betrieb weitere zwei Jahre bleiben dürfen. Im Falle einer Nichtübernahme sollte ihnen ein weiteres Jahr zur Arbeitsplatzsuche gewährt werden. Auch die Aufnahme des Gastgewerbes in die Liste der sogenannten Mangelberufe will der DEHOGA durchsetzen. So könnten Beschäftige über den Weg der Fachkräftezuwanderung statt des Asylverfahrens legal nach Deutschland kommen. Als weitere Möglichkeit für eine leichtere Integration kann sich Hauptgeschäftsführer vorstellen, Flüchtlinge mit den Konditionen von Langzeitarbeitslosen gleichzusetzen. „Das würde den Betrieben mehr Flexibilität verschaffen, ohne den zu untergraben.“

Unter Druck steht die Branche durch die Auswirkungen des Mindestlohns. Trotz gestiegener Preise melden zwei von drei Betrieben laut einer Online-Umfrage unter insgesamt 1500 Betrieben Ertragseinbußen sowie höhere PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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- und Lieferantenkosten.

Die Folge: mehr Ruhetage, kürzere Öffnungszeiten. Eine Umstellung der täglichen Höchstarbeitszeit auf eine wöchentliche von maximal 48 Stunden im Einklang mit der Europäischen Arbeitszeitlinie soll den Betrieben mehr Flexibilität bringen. lef


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