Buchungsportale

Die Justiz soll es klären: Die IHA hat eine Klage gegen Expedia eingereicht

© Maestro Z/Colourbox.de

Best-Preis-Klausel

IHA reicht Klage gegen Expedia ein

29. März 2016
 Raphaela Kwidzinski

BERLIN/KÖLN. Das Buchungsportal pocht offenbar weiterhin auf die Durchsetzung der Best-PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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-Klausel – und zwar auch im Vergleich zu anderen Portalen und Online Travel Agencys (OTAs). Das berichtet , Hauptgeschäftsführer des Hotelverbands Deutschland (IHAAbk. für Hotelverband Deutschland.
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) in seinem Blog. Demnach strafte Expedia eines der Mitgliedshotels der , das Rheinhotel Dreesen in Bonn, ab, weil es bei anderen Portalen günstigere Raten eingestellt haben soll.

Nach mehrmaliger Ermahnung habe Expedia das betreffende Hotel auch sanktioniert: Sämtliche Hotelbilder und die Hotelbewertungen wurden offenbar ausgeblendet. Und das, obwohl das Online-ReisebüroTouristisches Unternehmen, das sowohl als Reisemittler, -makler, -händler als auch als Reiseveranstalter tätig sein kann anerkannte und etablierte Form des stationären Hotel-Vertriebs in Deutschland.
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im Sommer 2015 seine Geschäftsbedingungen dahingehend gelockert hatte, dass es nur noch im Vergleich zur hoteleigenen Website einen besseren oder gleichwertigen Preis einfordern wollte, nicht jedoch im Vergleich zu anderen Portalen.

Ein Kartellverfahren gegen Expedia läuft schon

Zudem läuft gegen Expedias Best-Preis-Klauseln in Deutschland auch immer noch ein Kartellverfahren, wie IHA-Hauptgeschäftsführer Markus Luthe in seinem Blog ebenfalls anmerkt. Die Mitbewerber unter den großen Buchungsportalen, HRS und Booking.com, haben das Einfordern jeglicher Best-Preis-Klauseln hierzulande bereits untersagt bekommen. Branchenexperten erwarten, dass die Entscheidung gegen Expedia ähnlich ausfallen wird.

Für IHA-Mann Luthe agiert Expedia daher derzeit mit „besonderer Dreistigkeit“ am deutschen Markt. Das Rheinhotel Dreesen, geleitet von IHA-Präsident Fritz G. Dreesen, hat laut Luthes Blog das Portal bereits zu einer strafbewehrten Unterlassungserklärung aufgefordert. Da diese ausgeblieben sei, hat nun die IHA eine entsprechende Klage beim LandgerichtGericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit auf Landesebene, bei dem Zivil- und Strafkammern gebildet werden.
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Köln eingereicht, um im Interesse seiner Mitglieder dem Recht zur Durchsetzung zu verhelfen.

Was sagt Expedia zu diesen Vorwürfen? Expedia lege stets den Fokus darauf, Kunden die besten Raten und Verfügbarkeiten aufzuzeigen, um so Buchungen über seine Partner und Portale zu generieren, lässt eine Sprecherin des Portals auf Anfrage der AHGZ mitteilen. „Dadurch tragen wir zur Tourismusentwicklung in Deutschland bei, helfen unseren Partnern, weltweit sichtbar und buchbar zu sein und bieten unseren Kunden die notwendige Transparenz, das richtige Hotel zum besten Preis zu bekommen.“ Man sei weiterhin davon überzeugt, dass Expedias Verträge mit deutschen Hotels gesetzmäßig sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union seien.


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