Technik
Käfig-Eier leicht entlarven
BERLIN. Nicht nur für Ostereier: Die kostenlose mobile Anwendung Barcoo zeigt an, welche Händler und Hersteller auf Eier aus Käfighaltung verzichten. Der Hintergrund: Trotz Verbots in der EU werden Eier aus dieser konventionellen Tierhaltung in Nudeln, Backwaren und Fertiggerichten verarbeitet. In dieser Form muss die Herkunft der Eier nicht gekennzeichnet werden.
Damit Köche und sicher sein können, dass sie keine Produkte mit Eiern aus verbotener Käfighaltung anbieten, hat Barcoo die Informationen des Portals Kaefigfrei.de in die App integriert. Beim Scan des Barcodes von Lebensmitteln mit Eiern zeige Barcoo an, ob es sich um käfigfreie Eier handelt, so der Anbieter. Die Kampagne Kaefigfrei.de, initiiert von der „Albert Schweizer Stiftung für unsere Mitwelt“, setzt sich gegen die Käfighaltung ein und listet Hersteller auf, die bereits "käfigfrei" sind. Auf diese laufend aktualisierten Informationen greift Barcoo zu.
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Bei ganzen Eiern zeigt Barcoo bei Eingabe der aufgedruckten Eier-Nummer bereits seit dem vergangenen Jahr an, aus welcher Haltungsform das Ei stammt. In Zusammenarbeit mit KAT, dem Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung, lässt sich so genau rückverfolgen, woher das Ei kommt.
Geschichte des Verbots: Im Juli 1999 verabschiedete die EU eine Richtlinie, die die Käfighaltung ab 2012 aus dem EU-Raum verbannen sollte. In Deutschland wurde diese konventionelle Tierhaltung bereits im Januar 2010 abgeschafft.
Allerdings haben es 15 andere Mitgliedstaaten bisher nicht geschafft, die EU-Richtlinie umzusetzen, trotz der langen Vorlaufzeit von über zwölf Jahren. Darunter auch die Hauptlieferanten für Deutschland: Spanien, Holland, Frankreich und Polen. red/eck
www.kaefigfrei.de
www.barcoo.com/de
