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iPad-Kasse attackiert: Das System von Orderbird ist offenbar Opfer einesd Hacker-Angriffs geworden

© Unternehmen/AHGZ-Archiv

Kassensysteme

Orderbird wurde Opfer von Cyber-Attacke

29. März 2016

BERLIN. Viele Gastronomen in Deutschland und Österreich mussten zum Kassieren am Osterwochenende auf Zettel und Stift ausweichen. Denn die iPad-Kasse hatte Serverprobleme. Diese begannen schon am Karfreitag. Für zirka 12 Stunden konnten dann mehrere Hundert Gastronomiebetriebe nicht auf das Kassensystem zugreifen. Da gingen die Verantwortlichen bei Orderbird zunächst noch von einem Netzausfall aus, am Samstag war dann aber von einem „gezielten Angriff“ die Rede. Der Kassenanbieter hat seine Kunden über den Zwischenstand jeweils aktuell und öffentlich bei Facebook informiert.

Damit setzte sich Orderbird auch massiver öffentlicher Kritik aus. Zahlreiche Kunden waren verärgert, weil ihr Kassensystem gerade an Ostern nicht funktionierte und machten ihrem Ärger in den Kommentaren Luft. Orderbird war die Sache selbst sichtlich unangenehm: „Der Ausfall ist durch nichts zu entschuldigen. Das wissen wir“, schreibt die FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
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auf ihrer Facebook-Seite. Gegen die Verantwortlichen der Hacker-Attacke werde man mit aller Härte rechtlich vorgehen. Das Unternehmen hat diesbezüglich bereits die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, wie eine Sprecherin von Orderbird der AHGZ mitteilt.

Datenklau stand nicht im Fokus

Das Ziel des Hacker-Angriffs bestand dabei offenbar nicht im Datenklau, sondern in der gezielten Überlastung des Systems, bis hinzu dessen Stilllegung und Blockerung, wie Orderbird weiter mitteilt. Die Attacken hätten ausschließlich die Orderbird-Server bei dessen Partner, der Herbst Datentechnik GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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, betroffen und damit auch zu erheblichen Beeinträchtigungen bei dessen Kunden geführt.

Nach dem Serverausfall haben bei Orderbird-Kunden sich dadurch auch nachgelagerte Synchronisationsprobleme ergeben, die aber offenbar auch wieder behoben werden konnten. Da weitere Störungen zurzeit nicht komplett ausgeschlossen werden können, bietet Orderbird seinen Kunden an, den Single Modus zu aktivieren. Damit können sie zwar nur mit einem Gerät arbeiten, ein weiterer Ausfall würde jedoch keine spürbaren Folgen haben. Wer weiterhin Schwierigkeiten hat, ist aufgerufen, sich per E-Mail an bereitschaft@orderbird.com zu wenden. Das Unternehmen betont zudem, dass es sofort zusätzliche und spezielle Abwehrsysteme implementiert habe, die gegen weitere Angriffe dieser Art schützen sollen.

Die iPad-Kasse Orderbird, 2011 gegründet, zählt derzeit etwa 6000 Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Großbritannien und Irland, darunter Restaurants, CaféBewirtungsbetrieb mit Verkauf von Speisen, insbesondere von Konditoreierzeugnissen und sonstigen kalten Speisen, sowie damit verbundenem Verkauf von Aufgussgetränken - im Allgemeinen zum Verzehr an Ort und Stelle.
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s, Bars, Clubs, Eisdielen und Biergärten. rk


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