Deutscher Hotelnachwuchs-Preis


Wettbewerb

Medienrummel und Know-how

Geschafft: Astrid Zientek mit Cornell-Abschluss.Geschafft: Astrid Zientek mit Cornell-Abschluss.

STUTTGART. Die Resonanz auf ihren Sieg sei überwältigend gewesen, sagt Astrid Zientek, (geborene Krauß), die im April dieses Jahres die Trophäe beim Deutschen Hotelnachwuchs-Preis 2018 mit nach Hause nahm. Nicht nur, dass die 33-Jährige, die als Director of Convention Sales im Frankfurt Marriott Hotel tätig ist, von ihrem Team mit einem festlich dekorierten Büro empfangen wurde. Auch die Rheinpfalz und ihre Universität in England seien auf sie zugekommen, um über ihren Sieg zu berichten.

Darüber hinaus habe sie viele persönliche Nachrichten aus der Branche und dem Freundeskreis erhalten. „Das hat mir gezeigt, dass das Netzwerk, das ich mir aufgebaut habe, auch funktioniert“, so Zientek. Ihren Hauptgewinn, zwei Sommerkurse an der Cornell University in den USA, mit denen sie ihr betriebswirtschaftliches Wissen und das Thema Leadership vertiefte, hat sie bereits eingelöst. Beeindruckt habe sie der Teilnehmermix aus Hoteldirektoren, privaten Hotelbetreibern und Investoren. „Dadurch habe ich auch mal über meine eigene Dienstleister-Brille hinausgeschaut“, so Zientek, die auch toll fand, dass viele ihrer Kommilitonen die Sommerkurse regelmäßig besuchen, um sich auf dem Laufenden zu halten. „Das kann ich mir auch für mich vorstellen“, so Zientek weiter.

Zwei Tage in den heiligen Hallen der Ecole hôtelière de Lausanne verbracht hat dagegen Mitfinalist Raphael Steinhart (29), Operations Manager im Roomers Munich. „Ich habe mich wie ein Rockstar gefühlt, als ich morgens mit einer Limousine vom Hotel zu Schule gefahren wurde“, erzählt er. Beim Leadership-Kurs habe er gelernt, wie wichtig richtiges Feedback für Mitarbeiter sei. „Ich habe viele Tipps mitgenommen, die ich bei meinem eigenen Führungsverhalten anwenden kann“, so Steinhart.

Für Finalist Michael Nemeck (29), F&B Manager im Empire Riverside Hotel Hamburg, dagegen geht es erst im November an die EHL. Dann wird er den Kurs Revenue Management belegen. Darüber hinaus hat er sich dazu entschlossen, dem Branchennachwuchs etwas zurückzugeben, nachdem er durch seine Teilnahme am DHNP selbst soviel Unterstützung erfahren habe. Erst kürzlich hat der gebürtige Österreicher Workshops mit den Abschlussklassen der Landesberufsschule Obertrum bei Salzburg abgehalten. Außerdem ist er für den Deutschen Hotelkongress im Februar 2019 gebucht. „Hier werde ich an der Hotalents-Diskussionsrunde teilnehmen“, erzählt er.

Den nächsten Karrieresprung haben die diesjährigen Finalisten alle drei bewusst noch nicht gemacht. Angebote gab es natürlich schon, „aber es muss 100 Prozent passen“, sagt etwa Nemecek.

Für 2019 suchen die Hoteldirektorenvereinigung Deutschland (HDV) und die AHGZ bereits den nächsten DHNP-Preisträger. Deadline für die Online-Bewerbung ist der 31. Dezember. Welche Tipps haben Zientek, Steinhart und Nemecek für die Bewerber? „Unbedingt mitmachen! Mühe mit der Mappe geben! Auf der Bühne total relaxt sein!“ Brit Glocke

www.hotelnachwuchspreis.de


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