Fachbegriffe von A bis Z

Insolvenz

Begriffserklärung "Insolvenz":

Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens oder einer Privatperson .

Bei Zahlungsunfähigkeit und bestehenden Forderungen wird auf Antrag der Gläubiger oder des Schuldners das Insolvenzverfahren eröffnet. Mittels des Verfahrens ist festzustellen, wie hoch das verbliebene Vermögen des Schuldners ist und ob eine gemeinschaftliche Befriedigung der Gläubiger möglich ist. Dabei ist zwischen dem Regelinsolvenzverfahren und dem Verbraucherinsolvenzverfahren zu unterscheiden. Das Verbraucherinsolvenzverfahren gliedert sich in drei Stufen:

Außergerichtlicher Einigungsversuch vor Eröffnung des gerichtlichen Verfahrens

Schuldenbereinigungsverfahren mit gerichtlicher Hilfe auf Grundlage eines Schuldenbereinigungsplans

Vereinfachtes Verbraucherinsolvenzverfahren

Wenn die Vermögensverhältnisse eines Selbstständigen überschaubar sind und gegen ihn keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen, ist auch für ihn das Verbraucherinsolvenzverfahren anzuwenden. Die Eröffnung eines Regelinsolvenzverfahrens bedingt das Vorliegen eines Insolvenzgrunds. Insolvenzgründe sind Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit sowie Überschuldung.

Ein Insolvenzgericht prüft den Insolvenzantrag und kann den Antrag mangels Vorliegens eines Insolvenzgrunds bzw. mangels Insolvenzmasse zurückweisen oder das Insolvenzverfahren eröffnen. Die Nichteinhaltung der Insolvenzantragspflicht kann zur Anklage wegen Insolvenzverschleppung führen.