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Jahresabschluss

Begriffserklärung "Jahresabschluss":

die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung bilden den Jahresabschluss. Gemäß Handelsrecht hat der Kaufmann zu Beginn seines Handelsgewerbes und für den Schluss eines jeden Geschäftsjahres einen das Verhältnis seines Vermögens und seiner Verbindlichkeiten darstellenden Abschluss aufzustellen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung als Abschlusskonto der Buchhaltung fasst Aufwand und Ertrag des Geschäftsjahres zusammen und ermittelt den Jahresgewinn oder -verlust. Die gesetzlichen Vertreter einer Kapitalgesellschaft haben den Jahresabschluss um einen Anhang zu erweitern, der Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung liefert.

Der Einzelkaufmann und die Personengesellschaften müssen einen Jahresbschluss aufstellen, der aus einer Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung besteht. Kapitalgesellschaften müssen darüber hinaus einen Anhang und einen Lagebericht verfassen. Der Jahresabschluss ist in deutscher Sprache und in Euro aufzustellen. Er muss vom Kaufmann unter Angabe des Datums unterzeichnet werden. Sind mehrere persönlich haftende Gesellschafter vorhanden, so haben auch sie den Jahresabschluss zu unterzeichnen.

Der Jahresabschluss ist nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung aufzustellen. Er muss klar und übersichtlich sein. Nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches müssen folgende Grundsätze berücksichtigt werden:

Wahrheit

Bilanzzusammenhang

""going concern""-Prinzip

"Vorsichtsprinzip

Imparitätsprinzip

Bewertungsstetigkeit

Einzelbewertung

Periodenabgrenzung

bei Kapitalgesellschaften das Darstellungsprinzip

Der Jahresabschluss ist von mittleren und großen Kapitalgesellschaften innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres aufzustellen. Kleinen Kapitalgesellschaften wird eine Frist von sechs Monaten gewährt. Personengesellschaften können den Jahresabschluss bis zu einem Jahr nach dem Bilanzstichtag aufstellen.