Fachbegriffe von A bis Z

Straußenwirtschaft

Begriffserklärung "Straußenwirtschaft":

Betriebstyp, der dem Winzer die Möglichkeit gibt, seine Erzeugnisse zeitlich befristet zum Verzehr an

Ort und Stelle anzubieten, ohne eine Konzession zu benötigen. Es besteht die Pflicht, den Betrieb unter folgenden Angaben mindestens zwei Wochen vor Eröffnung bei der Gemeinde anzuzeigen:

Zeitraum, in dem der Ausschank stattfinden soll

Ort und Lage, aus denen die zur Herstellung des Weins verwendeten Trauben stammen

Ort, an dem die Trauben gekeltert worden sind und der Wein ausgebaut wurde

die zum Betrieb der Besenwirtschaft bestimmten Räume

Es darf nur in Räumen ausgeschenkt werden, die am Ort des landwirtschaftlichen Betriebs gelegen sind. Die Benutzung angemieteter Räume ist nur in besonderen Ausnahmefällen zulässig. Die Besenwirtschaft darf nicht mit einer anderen Schank- oder Speisewirtschaft oder mit einem Beherbergungsbetrieb verbunden sein. Es dürfen bis zu 40 Sitzplätze vorhanden sein.

Die Besenwirtschaft darf höchstens vier Monate im Jahr in höchstens zwei Zeitabschnitten betrieben werden. Es sind die für Gaststätten allgemein geltenden Sperrzeiten einzuhalten.

Das Angebot darf neben Wein und/ oder Apfelwein auch alkoholfreie Getränke enthalten" an Speisen dürfen nur kalte sowie "einfach zubereitete warme Speisen"verabreicht werden. Darunter sind Gerichte zu verstehen, deren Zubereitung keine besonderen Fertigkeiten erfordert. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Früchte zur Herstellung des Weins selbst erzeugt worden sein müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie auf eigenem oder fremdem, aufgrund eines sonstigen Nutzungsrechts genutztem Grund und Boden produziert worden sind.

Die Bestimmungen der Preisangabenverordnung sind zu beachten.