Fachbegriffe

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Begriffserklärung von Rechnungsabgrenzungsposten

Korrekturposten, die auf der Aktiv- wie auf der Passivseite der Bilanz eingesetzt werden, um eine periodengerechte Erfolgsermittlung zu ermöglichen.

Sie entstehen dann, wenn von bestimmten Zahlungsgrößen Aufwand oder Ertrag und die dazugehörige Ausgabe oder Einnahme nicht in denselben Rechnungszeitraum fallen. Wenn z.B. die Pacht für ein Ladengeschäft in der Hotellobby schon im aktuellen Geschäftsjahr für das kommende Geschäftsjahr eingenommen wird, muss ein Rechnugsabgrenzungsposten gebildet werden. Berücksichtigung auf der Aktivseite: Sie sind auf der Aktivseite der Bilanz anzusetzen, insofern es sich um Ausgaben handelt, die vor dem Abschlussstichtag auszuweisen sind, aber Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Dies könnte zum Beispiel die o. g. Pachtvorauszahlung sein. Ferner dürfen ausgewiesen werden:

die als Aufwand berücksichtigten Zölle und Verbrauchsteuern, soweit sie auf am Abschlussstichtag auszuweisende Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens entfallen,

die als Aufwand berücksichtigte Umsatzsteuer auf am Abschlussstichtag auszuweisende oder von den Vorräten offen abgesetzte Anzahlungen.

Berücksichtigung auf der Passivseite: Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Ist der Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit höher als der Ausgabebetrag, darf der Unterschiedsbetrag in den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite aufgenommen werden.

Übersetzung von Rechnungsabgrenzungsposten ins Englische

  • accrual

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Literatur zu Rechnungsabgrenzungsposten

  • Gabler Wirtschaftslexikon (2005)