Spitzengastronomie: Alfons Schuhbeck feiert 7...
Spitzengastronomie

Alfons Schuhbeck feiert 70. Geburtstag

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Erfolgreich und umtriebig: Alfons Schuhbeck ist nicht nur in der Branche, sondern auch einem großen Publikum bekannt
Erfolgreich und umtriebig: Alfons Schuhbeck ist nicht nur in der Branche, sondern auch einem großen Publikum bekannt

Der Koch und Gastronomie-Unternehmer hat in seinem Leben schon viele Promis verköstigt und ist in München eine Institution.

MÜNCHEN. Spitzenkoch Alfons Schuhbeck hat schon in vielen Restaurants am Herd gestanden. Bekocht hat er die Beatles und Charlie Chaplin ebenso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Queen. Am Donnerstag feiert der TV-Koch seinen 70. Geburtstag.

„Mein kalendarisches Alter erstaunt mich schon. Aber mein Beruf stellt mich glücklicherweise jeden Tag vor Herausforderungen, die den Geist wachhalten“, zitiert die NWZ Schuhbeck. So lange er noch Freude am Kochen habe und sich die Leidenschaft bei der Arbeit bewahren könne, wolle er weitermachen.

Gastronom und Multi-Unternehmer

Schuhbeck ist aber nicht nur Koch, sondern auch Unternehmer, Autor zahlreicher Kochbücher und Gastronom. Doch beinahe wäre er gar nicht hinter dem Herd gelandet, sondern hätte Fernmeldekabel verlegt oder Telefone gewartet. Am 2. Mai 1949 wurde er als Alfons Karg im oberbayerischen Traunstein geboren. Nach der Schule lernte er zunächst Fernmeldetechniker.

Erst eine Begegnung mit dem Gastronomen Sebastian Schuhbeck brachte die Wende. Der kinderlose Gastwirt suchte einen Nachfolger für sein Restaurant in Waging am See. Er adoptierte den jungen Alfons und schickte ihn auf die Hotelfachschule Bad Reichenhall. Nach dem Besuch der Hotelfachschule arbeitete Alfons Schuhbeck in Salzburg, Genf, Paris, London und München, unter anderem bei Feinkost Käfer, Dallmayr und im Restaurant Aubergine von Eckart Witzigmann.

Vom Fernmeldetechniker zum Starkoch

1980 übernahm Alfons – nun Schuhbeck – den Betrieb seines Adoptivvaters und überzeugte bald mit seinem Talent als Koch. Bereits 1983 bekam er einen Michelin-Stern, 1989 zeichnete ihn der Gault Millau als „Koch des Jahres“ aus. Das Kurhausstüberl wurde zum Geheimtipp für die Münchner und Salzburger Prominenz und avancierte vom Dorfgasthaus zu einem Spitzenrestaurant. Schuhbeck erwarb sich den Ruf eines Prominentenkochs, bei dem Politiker, Fernsehstars und Führungskräfte ein und aus gingen.

Der Name Schuhbeck ist längst zu einer Marke geworden. Der Koch betreibt ein Gastro-Imperium, zu dem unter anderem drei Restaurants, ein Eissalon und Gewürzläden gehören. Mit seinem Cateringservice beliefert er Großveranstaltungen und Promi-Events. Das Unternehmen dahinter beschäftigt 150 Mitarbeiter. Immer wieder kocht Schuhbeck auch für den FC Bayern München. Auch Ambitionen zum Wiesnwirt hat das gastronomische Multitalent.

"Nicht jedem Trendgerede folgen"

Eines seiner Leitmotive lautet: „Vermeide es, Gäste zu belehren, Mitarbeiter zu missachten und jedem Trendgerede zu folgen.“ Zum einen sei es wichtig, nicht abzuheben und sich auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern täglich aufs Neue hochmotiviert und mit Leidenschaft den Kochlöffel zu schwingen. „Zum anderen dürfen wir in der Küche die Gäste, deren Bedürfnisse, Wahrnehmung und Empfinden niemals aus den Augen lassen – unabhängig von Trends und eigenen Lorbeeren. Und dass die Mitarbeiter in der Sternegastronomie unendlich wertvoll sind, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben.“, so Schuhbeck in dem Buch „Der beste Rat, den ich je bekam - Lebensrezepte von Spitzenköchen" von Frank Arnold. red/beh

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