Arbeitsmarkt: Trotz Kurzarbeit gingen rund 20...
Arbeitsmarkt

Trotz Kurzarbeit gingen rund 200.000 Jobs verloren

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Corona gefährdet die Jobs im Gastgewebe besonders.
Corona gefährdet die Jobs im Gastgewebe besonders.

Im Hotel- und Gaststättengewerbe sind schon nach der ersten Welle der Corona-Pandemie trotz massiver Kurzarbeit etwa 200.000 Jobs verloren gegangen. Das gab die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen an, über die zuerst die Augsburger Allgemeine berichtet.

Dem Bericht zufolge verlor zwischenzeitlich jeder siebte Beschäftigte in der Hotellerie und Gastronomie seinen Arbeitsplatz. Im Juni 2020 lag die Zahl de Beschäftigten um 211.000 unter der des Vorjahresmonats. Am härtesten betroffen seien die geringfügig Beschäftigten.

Die Zahl der Mitarbeiter bei Hotellerie und Gastronomie brach zwischen April und Juli 2020 um 25,6 Prozent ein. Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ging laut Augsburger Allgemeinen die Zahl im Gastgewerbe zwanzigmal stärker zurück als im Bundesschnitt. Bislang liegen nur Zahlen bis einschließlich Juli 2020 vor. Bis dahin gab es gut 82.000 sozialversicherungspflichtige Jobs weniger im Gastgewerbe.

Dafür war die Zahl der Kurzarbeiter im Gastgewerbe rekordverdächtig hoch: 65 Prozent im April und 25 Prozent im Juli 2020 bedeuten fast den vierfachen Wert des Bundesschnitts. Den höchsten Einzelwert an Kurzarbeit verzeichnet das Gastgewerbe in Bayern mit einem Kurzarbeitsanteil von 70,2 Prozent im April 2020. Die Umsätze im Gastgewerbe brachen März und Dezember 2020 je nach Monat um 20 bis 75 Prozent ein

Angesichts der Zahlen forderten die Grünen laut Augsburger Allgemeinen von der Bundesregierung mehr Unterstützung für die Beschäftigten der Branche. "Im Hotel- und Gastgewerbe haben überdurchschnittlich viele der Angestellten ihre Jobs verloren, insbesondere die Beschäftigten im Minijob, die einen Großteil des Personals in Hotel und Gastronomie ausmachen", zitiert die Zeitung den Grünen Tourismusexperten Stefan Schmidt. "Das Kurzarbeitergeld dürfte bei den niedrigen Löhnen im Hotel- und Gastgewerbe aber kaum zum Leben ausreichen."

Dieser Text erschien zuerst auf www.food-service.de.

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