Verluste durch den Shutdown: Auch Catering- u...
Verluste durch den Shutdown

Auch Catering- und Lieferdienste erleiden Umsatzeinbruch

Zhanna Tretiakova/Colourbox.de
Das bleibt derzeit aus: Wegen Corona gibt es keine Events und damit auch kein Eventcatering
Das bleibt derzeit aus: Wegen Corona gibt es keine Events und damit auch kein Eventcatering

Sum Up, ein Dienstleister für digitales Bezahlen, hat die Transaktionen von Unternehmen verschiedener Branchen während der Hochzeit der Corona-Beschränkungen analysiert.

BERLIN. Nicht nur herkömmliche Restaurants, sondern auch Catering- und Lieferdienste litten unter den Zwangsschließungen und Corona-bedingten Geschäftsbeschränkungen. Bei Caterern und Lieferdiensten gibt der Umsatz zwischenzeitlich sogar mal um mehr als 70 Prozent zurück, wie eine Auswertung von Sum Up, einem Dienstleister für digitales Bezahlen, ergab. 

Die Analyse betrachtet dabei die Abweichung der tatsächlichen Transaktionszahlen, bedingt durch die Corona-Krise, zu den prognostizierten Ergebnissen für Q1 und Q2 2020. Besonders stark war dieser Rückgang bei Caterern und Lieferangeboten in der Kalenderwoche 14 mit einem Minus von 72 Prozent zu dem, was man Anfang des Jahres prognostiziert hatte. In der Kalenderwoche 12, also im Zeitraum von 16. März bis 22. März, als es mit den Einschränkungen losging, betrug die Abweichung zur Prognose Minus 57 Prozent, in Woche 13 bereits Minus 67 Prozent und eine Woche später 72 Prozent. Ab Woche 15 geht es langsam bergauf und mit Beginn der ersten Lockerungen in Kalenderwoche 17 sind es lediglich noch 16 Prozent weniger als prognostiziert.

Diese Zahlen sind deswegen teils überraschend, weil Lieferdienste von Essen, im Gegensatz zum herkömmlichen Restaurantbetrieb, während des Shutdowns auch weiterhin erlaubt waren. Allerdings: Klassisches Catering, das üblicherweise im Event-Bereich stattfindet, ist aufgrund der strengen Kontaktbeschränkungen natürlich weggefallen.

Restaurants und Cafés selbst haben, laut der Sum-up-Analyse, in den beiden ersten Wochen des Shutdowns, verständlicherweise deutlich weniger Transaktionen aufgewiesen. Danach konnten sie sich aber wieder steigern, sodass in Woche 14 nur noch ein Minus von 29 Prozent dastand. Sum up führt das wiederum auf verschiedene Anpassungen der Geschäftsmodelle zurück, worunter beispielsweise Take-Away-Angebote fallen können.

Wenig überraschend: In der Sum-up-Studie ging der Lebensmittelhandel als einer der größten Profiteure aus dem Lockdown hervor.  red/rk

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